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Kategorie: Heldensenf

Ich habe mir Twilight angesehen

Blade VS Bullshit

Ich sag‘ einfach frei raus. Ich hab mir letztes Wochenende „Twilight“ angekuckt.
Hielt ich für ’ne lustige Idee.
Warum macht man das?
Als lebendes, atmendes, halbwegs intelligentes Lebewesen?
Vielleicht war’s mein nie zustillender Forscherdrang.
Oder mein rocknrollgeschwängerter Trieb zur Selbstzerstörung.
Oder ’ne Frau war im Spiel.
Oder ich hatte mir den Kopf gestoßen.
Is ja auch egal. In meinem jugendlichen Leichtsinn, hatte ich also den Entschluss gefasst, mir den Kassenschlager aus dem Jahr 2008 reinzuziehen.
Man hat ja auch schon viel gehört.
Alle finden ihn Scheiße, aber die wenigsten haben ihn wohl wirklich gesehen. Das wollte ich ändern. Und wenn er nur als Vorwand herhalten müsste um sich sinnlos zu betrinken.
Das war eigentlich das Ziel: sich betrinken und sich über tuckige Vampire lustig machen.
Hat aber nicht funktioniert. Der Film is einfach nur schlecht. Langweilig. Teilweise schon unfreiwillig komisch, aber im Endeffekt für jemand der sich selber die Schnürsenkel zumachen kann, eine rechte Qual. Ich versuch ihn einfach mal nachzuerzählen, so wie ich mich noch erinnere, nach einer halben Flasche Sambuka und den verzweifelten Versuchen meines Gehirn das Geschehene zu vergessen. Ähem… los geht’s…

Bella, unsere weibliche Hauptperson, zieht zu ihrem Vater, weil ihre Mutter sie los werden will und es nicht schafft nach 17 Jahren noch abzutreiben. Die Bella is nämlich ’ne echte Spaßbremse und kuckt die ganze Zeit, als würde ihr ein Furz quer sitzen. Also wird sie zu ihrem Dad in ein verregnetes Fischerdorf gekarrt. Ich glaub der is da Sherif, oder so. Jedenfalls ist es ein überschwängliches Wiedersehen.
Nicht.
Die Olle macht eher den Eindruck als müsste sie den Sommer bei ihrem gruseligen Onkel verbringen, der immer nachts keuchend vor ihrem Bett steht. Kann natürlich auch am überragenden Schauspieltalent von [hier Name der „Schauspielerin“ eintragen] liegen.
Jedenfalls fängt sie auch an einer neuen Schule an und kriegt gleich den bleichen Eddi als Laborpartner aufs Auge gedrückt. Der erscheint im ersten Augenblick recht angewidert und zieht ein Gesicht als hätte ihm die Gude in die Hoden geboxt oder ins Müsli gekackt. Nachdem er also gezwungen wird mehre Stunden am Tag zu verbringen, macht er einen schrecklichen Fehler. Er geht ihr aus dem Weg. Und wir alle wissen, was passiert wenn man Frauen ignoriert. Man weckt ihr Interesse. „Warum mag er mich nicht?“ „Was stimmt mit mir nicht?“ „Blablabla“.
Als sie ihn auf dem Parkplatz zur Rede stellen will, betritt der Held des Films die Bühne.
Tyler „I bash bitches with my Van“ Crowley.
Der verliert wegen Aquaplaning/Alkohol/Crack die Kontrolle über seinen Wagen und zermanscht Bella fast mit seinem Van. Leider kommt Edward dazwischen und rettet Bella, indem er sich dazwischen schmeißt. Das weckt natürlich erst recht ihr Interesse. Ein Typ, der nix von ihr wissen will und in seiner Freizeit schwarzen Jungs ihr Auto zerdeppert. GROSSE LIEBE!!!!

Zwischenbemerkung: Wenn du ein Trinkspiel aus Twilight machen willst, indem du jedesmal trinkst, wenn sich die beiden küssen/berühren. Überlegt dir was anderes. Dafür, dass die ja super spitz aufeinander sein sollen, geht ja echt wenig. Trink stattdessen jedesmal, wenn Bella einen bekloppten Gesichtsausdruck hat, seufzt oder im stehen pinkelt.

Jedenfalls gesteht er ihr irgendwann, dass er ein Vampir ist und warnt sie vor seinen üblen Vampirtrieben. Damit gießt er natürlich nochmal Öl ins Feuer ihrerer brennenden Begierde.
Schnarch.
Sie wird dann zur Vampirfamilie zum Essen eingeladen und es kommt raus, dass sie Vegetarier sind. HAHAHAHA, so ’nen sich Vampire, die nur Tierblut trinken! Die sind craaazy!
Er zeigt ihr dann sein Zimmer, das eigentlich nur aus zwei gläsernen Außenwänden besteht, mit den Worten: „Schau Bella, von da unten schaut uns mein Dad beim Sex zu, wenn er am Holzhacken is“.
Grundgütiger.
Dann spielen sie Baseball im Wald.
Mit ihren Superkräften.
Außer Bella.
Die hat keine Superkräfte.
Oder kann werfen.
Oder weiß was Baseball ist.
Dabei wissen sie doch genau, was passiert wenn man im Wald Baseball spielt.
Man lockt böse Vampire an, welche die ganze Zeit schon Leute im Gebiet abmurksen! FATAL!
Unsere Vampir-Kelly-Family is zum Glück in der Überzahl und kann die BLUTTRINKENDEN Vampire in die Flucht schlagen, die plötzlich reges Interesse an Blutbatzen-Bella zeigen.
Jetzt sollte man denken, so ’ne coole Vampir-Gäng, das sind die geborener Jäger.
Berechnend.
Verschlagen.
…’ne sind sie nicht.
Sind Vollpfosten.
Anstatt in die Stadt zu schlappen und sich in einer Studentinnen-Verbindung den Bauch voll zu schlagen, setzten sie es sich in den Kopf die einzige Person in der ganzen Gegend zu töten, die unter dem Schutz einer doppelt so großen Gang steht.
Superclever.
Von da hab ich auch nicht mehr wirklich aufgepasst.
Hab stattdessen lieber versucht mir eine Chips-Tüte über den Kopf zu ziehen oder hab gekuckt, wieviele Erdnuss-Flips ich mir in die Nase stecken kann (2).
Ein Vampir is dann plötzlich ein guter Vampir, die rothaarige Schnecke vom Anführer verschwindet irgendwie, alle reisen wild durch die Gegend, Bellas Mutter wird entführt (oder nicht) und der Anführer wird glaub von Edward getötet, nachdem er (also der Anführer) Bella penetriert/angezapft hat. Eddi muss ihr dann das „Gift“ (hä?) aussaugen und kann sie retten.

Fazit:
„Twilight“ ist der schlechteste Film, den ich je gesehen habe.
Nicht „er ist so schlecht, dass er wieder gut/lustig ist“-schlecht.
Einfach nur schlecht.
Ganz übel.
Schnarchlangweilig.
Abstrus.
Schlecht geschrieben… hanebüchen!!!
Brotteige Schauspieler (ich wollte „grottige“ schreiben, mein Rechtschreibprüfung hat’s verbessert und Brotteige fand ich besser)
Teilweise unfreiwillig komisch, wenn Edward mit Bella Huckepack (auf Rollerblades) durch den Wald düst, aber das war es auch schon.
Das Problem ist: ich hab jetzt das Tor zur Hölle geöffnet.
Es gibt noch drei Teile.
Ich befürchte, die muss ich auch sehen.
Nur so kann das Tor wieder geschlossen werden.
Wünscht mir Glück.

P.S. SchittSchittSchittSchitt… ich ha den Werwolf vergessen!!!1! Bellas Freund aus Kindertagen is der Werwolf! Das wusste ich garnich. Der hat zwar eine beschissene Frisur, aber scheint ein netter Kerl zu sein, der auch sowas wie Gesichts-Mimik besitzt. Ich hoff der macht die beiden am Ende in einem Anfall von Werwolf-Wut platt, aber hei… nix verraten!

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Deadpool

deadpool

Lange hat’s gedauert bis es ein Deadpool-Film in die Kinos geschafft hat. Obwohl Superhelden-Filme zur Zeit wie Pilze aus dem Boden schießen, hat sich lange (mit ein paar Ausnahmen) niemand getraut, eine Comic-Verfilmung für Erwachsene rauszubringen. Die Produzenten dachten einfach, ihnen würde ein zu großes Stück vom Kuchen entgehen, wenn sie die ganzen Kids ausschließen.

Aber Comics sind halt schon lange nichts mehr nur für Kinder und nach dem „irgendjemand“ ’nen Teaser ins Netz gestellt hatte, war die ganze Internet/Fangemeinde völlig aus dem Häuschen.
Und so konnte sich Ryan Reynolds letztendlich einen Herzenswunsch erfüllen und zum zweiten ersten Mal den durchgeknallten, (geld)geilen, vorlauten Södlner im roten Ganzkörperkondom verkörpern.
Natürlich waren die Erwartungen nach den vielen Trailern und Marketingkampagnen (Valentins- und Australien-Tag) eennooooorm hoch. Aber die Ängste waren unbegründet, man merkt, dass den Leuten was an dem Film/Deadpool lag. Ich hab seit langem nicht mehr so im Kino amüsiert/Tränen gelacht. Hilft natürlich wenn man mit Leuten ins Kino geht, die auf vulgären Humor und blutige Action stehen.

Ich bin mir nicht sicher, wieviel durch die deutsche Übersetzung kaputt gemacht wurde, aber es war diesmal durchaus erträglich. Gibt Leute denen die Action zu kurz kam, kann ich aber nicht bestätigen. Man merkt dem Film ein wenig das (im Vergleich zu den X-Men-Filmen) relativ kleine Budget an, aber das wird sich beim zweiten Teil sicher ändern, schließlich hat Deadpool am ersten Wochenende über 135 Millionen eingespielt und so kommt Keira Knightley mit ziemlicher Sicherheit doch noch dazu, Deadpools Kumpel Cable zu verkörpern. Ok, sie oder Dolph Lundgren.

Film war Spitze, war schon zweimal drin und würde ihn noch sehr gerne im Original sehen/hören.

+ Super lustig
+ ungewöhnlicher „Held“
+ nix für Kinder
+ Action geht direkt los, Rest wird in Rückblenden erzählt
+ Buuuuuusen
+ Ryan Reynolds nackter Arsch (für die Ladies)
+ Weasel, Colossus, NEGASONIC TEENAGE WARHEAD
+ kein Spectre-Ende

– recht schwacher/uninteressanter Bösewicht
– viel zu kurz (108min)

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Star Wars – Das Erwachen der Macht

star-wars-erwaschen-der-macht

Ich war gestern mit meinen Kollegen im neuen StarWars-Film. Ich grinse immer noch.
„Das Erwachen der Macht“ ist genauso wie StarWars sein sollte. Kein diplomatisches Blalabla, keine reingehunzte Schmonzette, keine unsympathischen animierten Nervensägen.
War einfach ein riesen Spaß… genau das, was den Fans die Tränen in die Augen treibt. Die alte Garde um Han Solo, Leia und Chewbaca ist noch da, stiehlt den neuen Charakteren aber nicht die Show. Die neue Gang ist einem von Anfang an sympatisch und hat ’ne super Chemie untereinander. Eine meiner Lieblingsszenen (kein Spoiler) ist, ist als Finn und Rey fliehen müssen und wie in vielen Actionfilmen der männliche Hauptdarsteller die weibliche Hauptdarstellerin an der Hand nimmt, damit sie zusammen wegrennen können. Finn nimmt Rey also an der Hand, sie kuckt ihn nur verdutzt an und meint „Lass meine Hand los, ich weiß, wie man rennt.“
Diese kleinen Dinge, die Liebe zum Detail, die lustigen Dialoge, geile Kampfszenen, ein paar interessante Wendungen… J.J. Abrahams hat nach Star Trek auch das zweite Weltraum-Epos wieder zum Leben erweckt, nachdem George Lucas die Nummer gegen die Wand gesetzt hatte.
Für mich gehört „Das Erwachen der Macht“, neben „John Wick“ und Kingsmen zu den Top-Filmen 2015. Echt Kacke, dass wir jetzt ein ganzes Jahr auf den nächsten Warten müssen, aber bis dahin bietet der Film noch genug Stoff um sich drüber zu unterhalten und ich kann mir gut vorstellen noch mal einzugehen… also, einfach Bescheid geben 🙂

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Spectre oder „Wie man James Bond kaputt macht“

spectre

Ich war letzen Freitag im neuesten Bond „Spectre“. Wer nicht die ganze Geschichte verraten bekommen will, sollte jetzt aufhören zu lesen. Obwohl weiterlesen sicherlich unterhaltsamer ist und keine 10 Euro kostet… (Ich entschuldige mich im Voraus für die ganzen Rechtschreib- und Grammatikfehler, is schon spät, aber das muss noch raus…)

Mein lieber Schwan, so ’ne Grütze hab ich schon lang nicht mehr gesehen. Das letzte Mal als ich mich sooo drüber aufgeregt hab, Geld für’s Kino ausgegeben zu haben, war bei „Star Trek 2„.

Es fing schon mit dem unsägliche Vorspann an. Die sind ja eigentlich bei Bondfilmen das Markenzeichen. Und fängt das mit ’nem schwitzigen, nackigen Daniel Craig an, der von Tentakeln umschlungen wird. Hat da jemand zu viel japanischen Tentakelporn gekuckt??? Das ganze wird vom langweiligsten Bond-Song der Geschichte untermalt. Da schläft einem die Brezel ein, passt aber zum Film.
Echt schlimm wenn ein Film wie „Spy“, der das Genre eigentlich verarscht, einen besseren Titelsong als das Original hat. Deswegen bind ich einfach mal dessen Video ein und nicht das unsägliche Rumgeheule von Sam Smith.

Also hatte Spectre schon mal ’nen schweren Start. Aber noch ist ja nichts verloren. Los geht’s in Mexiko am „Tag der Toten“. Eigentlich cooles Setting. Bond, verkleidet als Skelett, spaziert mit ’ner heißen Ische scheinbar ziellos durch den Toten-Karneval von Mexiko-City. Wir ahnen schon, er hat einen Auftrag. Die Olle hat er nur abgeschleppt, weil ihre Bude den Weg aufs Dach ermöglicht, von dem er ein gutes Schussfeld hat. Die Arme kuckt ganz schön blöd aus der Wäsche, als Bond (anstatt mit ihr süße, schmutzige, Tentakelliebe zu machen) sich in 2 Sekunden das Kostüm vom Leib reißt und ausm Fenster klettert. Mit einem Gewehr, dass er sich anscheinend ausm Bobbes gezogen hat. Geht’s noch umständlicher? Ich will garnich wissen, wie lange Bond gebraucht hat um eine heiße Schnecke zu finden, die unterm Dach auf der anderen Seite der Zielperson wohnt. Alter, es ist Mexiko-City. AN KARNVEVAL!!! Keine Sau interessiert sich da für jemanden der an einer Dachrinne hochklettert. Und denkt mal jemand an die arme Frau? Die spendiert einem maskierten Fremden ’nen Haufen Tequilas, nimmt ihn mit nach Hause und dann lässt er sie nicht mal ran? Was’n Arsch!

Jedenfalls schießt Bond vom Dach auf die Bösen vorauf das ganze Gebäude einstürzt. Keine Ahnung was er da getroffen hat, vielleicht den ’nen Schurken, der ’nen Furz quer sitzen hatte… jedenfalls Dank der mexikanischen Baukunst kracht die Bude zusammen und Bond fällt etliche Meter in die Tiefe… um auf einer alten Couch zu landen. Die beste Szene im ganzen Film. Schnell nimmt Bond die Verfolgung des entkommenen Bösewichts auf und stellt in einem Hubschrauber. Da kloppen sich der Bond, der Typ und sein Pilot munter während der Hubschrauber draußen droht in die feiernde Menschenmenge zu stürzen. Das Bond den Schurken killen will, kann ich ja verstehen (der wollte ein Stadion zerbomben), aber was kann denn der arme Pilot dafür? Und wer ist so blöd und verprügelt den Piloten während der noch den Hubschrauber fliegt? Wie auch immer. Bond gewinnt und erhält einen Ring vom Tentakel-Porn-Fanclub. Spectre, huiuiuiui, weiß er aber noch nich. Nur dass da ’n Tintenfisch druff is.

Wieder daheim, kriegt er erst mal ’ne Standpauke (weil er die Leute im Stadion gerettet hat, alles klar) und wird erst mal suspendiert. Parallelen zu „Star Trek 2“ sind rein zufällig. Jedenfalls hat er eigentlich frei und muss am nächsten Tag zum Gesundheitstest. Ich hät ja gesagt „Fickt euch, ich mach blau“ aber Bond is ja Gentleman. Blöd nur, dass er beim Check eine Analsonde bekommt, mit der er jetzt auf dem ganzen Planeten geortet werden kann. Sein Chef hat nämlich grad mächtig Druck von oben, weil so ’n Schnösel, dem man schon nach 2 Sekunden ansieht, dass er mit den Bösen unter einer Decke steckt, die Doppel-Nullen abschaffen will.

Bond macht sich auf zur Beerdigung von dem Typen, den er ausm Heli geboxt hat um an dessen Witwe (Monica Lässtlutschi) ranzukommen, die natürlich alle Geheimnisse von ihrem Mann weiß, weil der im Schlaf immer geredet hat, oder so. Jedenfalls erzählt sie Bond zum Dank, weil er ihr die Spinnweben aus der Mummu gepimpert hat, wo er als nächstes hinsoll. Da fällt mir grad auf, dass der ganze Film eigentlich wie eine Schnitzeljagd ist. Scheinbar willkürliche Locations aneinandergereiht, die nichts miteinander zu tun haben, aber halt geil aussehen.

Nächste Location: Rom, Vollversammlung „S.P.E.C.T.R.E“ (Super Pöse echt coole Tentakelfreunde rocken extrem). Da erwartet ihn schon Joseph Hopfenstrudel, den Bond anscheinend aus der Vergangenheit kennt (Vater? Bruder? Ehemaliger Zimmerkollege des Nachbarn, dessen Cousine in die gleiche Fahrschule wie Bond ging) und als für tot erachtet hat. Bond entkommt und wird von einem mit Steroiden gefütterten und liebestollen Gorilla in einem Lambortschini verfolgt. Was folgt ist eine superlangweilige Verfolgungsjagd im Schneckentempo, weil keiner ’ne Macke in seine Karre machen will. Bond schafft’s dann aber doch irgendwie den falschen Knopf zu drücken und schießt seine Karre in Neckar, äh Tiber.

Moneypenny hat mittlerweile gegoogelt, wohin Bond als nächstes muss. Er soll einen Typen aus den den vorangegangenen Bond-Teilen besuchen. Der hat sich voll gut versteckt, aber Google weiß halt leider alles. Bond vermutet ihn in einer einsamen Hütte und will schon wieder gehen als er eine Überwachungskamera mit einem FETTEN ROTEN LEUCHTELICHT entdeckt. Das FETTE ROTE LEUCHTELICHT ist Teil eines FETTEN ROTEN LEUCHTEPFEILS, der auf das Versteck im Keller zeigt. Bond schlägt mit seinem Penis (er hat sein 10 Minuten schon nicht mehr gevögelt) die Türe ein und stellt „Mister White“. Der hat von Spectre ein Thallium-Zäpfchen bekommen und muss deshalb bald sterben. Weil Mister White ein super Vater ist, will er Bond mit seiner Tochter verkuppelt, die sich bis jetzt erfolgreich vor den Bösen verstecken konnte. Mit den Worten „die hat nie angerufen, jetzt hetz ich ihr den notgeilsten und gefährlichsten Spion der Welt hinterher“ gibt er sich die Kugel. Bond macht sich auf die Tochter zu „besuchen“ und lässt, nett wie er ist die Hütte und alle Hinweise, wo er als nächstes hingeht, dem netten Gorilla da, damit der nicht so lange suchen muss. ANSTATT DIE BUDE ABZUFACKELN. Meine Güte.

Nächster Halt, irgendwo beim Apres-Ski in einem Berghotel. Da schafft die Madeleine White Swan. Wie sich ’s für ein Bondgirl gehört, wird sie auch gleich entführt. Bond rettet sie natürlich und sie machen sich auf in irgendein Hotel, in dem ihr Vater die nächsten Tipps gebunkert hat, wo sich Joseph Hinterlader versteckt. Vorher wird erklärt, dass der komische Ring, den Bond gefunden hat, Daten von allen vorangegangenen Bond-Bösewichten enthält. Hab ich zu dem Zeitpunkt irgendwie nicht gerafft. Ich dachte erst da wären DNA-Spuren von den Leuten drauf, weil mal in bester „CSI Miami“-Manier das Wort DNA aufgepoppt ist. Ich bin dann kurz abgeschweift und hab mir überlegt, wie die Spuren da dran gekommen sein könnten. Hat Spectre etwas einen versauten, geheimen, Cockring-Initiationsritus???? Hab den Gedanken dann schnell verdrängt.

Ich hab dann auch irgendwie auch keine Lust mehr auf den Film und verfolge nur noch genervt wie Bond und seine Schnalle mitten in der Wüste ausm Zug aussteigen. Ohne Wasser, Knarren und WLAN. Ach ja im Zug sind sie durch eine Nahtoterfahrung mit dem Verfolger-Gorilla so geil geworden, dass sie’s auf der Stelle getrieben haben und somit auch ineinander verliebt sind. Denn Bond ist jemand der sich total schnell verliebt. Weil er so’n Softie is. Mit einem völlig unversehrten Gefühlsleben. Wasnbullshit!!!!
Netter Weise werden sie vom Oberschurken Jospeph Gämsenschänder in sein geheimes Hauptquartier in einem Meteorittenkrater eingeladen, damit er ihnen seine supergeheimen Pläne verraten kann. Dass er Terroranschläge und Verbrechen verübt, damit sich alle Geheimdienst zusammenschließen, die dann seinen kostenlosen WLAN-Router benutzen dürfen, womit er die Macht über alle Informationen erhält. Aber was bringt einen Mann, solch abscheuliche Verbrechen zu begehen und nach der Weltherrschaft zu greifen? Jetzt kommt’s…
Joseph Zipfelklatscher ist eigenlicht Ernst Stavro Blofeld, der Erzfeind aus den alten Bondfilmen mit Connery und Moore. Aber es wird noch besser. Ernst ist im Ernst auch noch der Stiefbruder von Bond!!! WHAT A TWIST!!!! Weil sein Vater Bond lieber mochte als seinen eigenen Sohn (weil der wahrscheinlich eine Arschkrampe war), hat er ihn umgebracht und seinen Tot vorgetäuscht. Das muss man erst mal verdauen.

Bond versucht sich abzulenken, indem er sich von Blofeld foltern lässt. Das bringt schließlich jeden auf andere Gedanken. Cooler Weise hat Blofeld eine Foltertechnik entwickelt mit der man das komplette Gedächtnis löschen kann. Funktioniert nur nicht bei Bond, der trägt sein Gehirn an einer anderen Stelle und es is auch viel kleiner als normal und schwer zu finden. Bond hat dann irgendwann doch keine Lust mehr aufs Foltern und lässt sich von Madläne retten, weil er ja neuerdings ‚NE PUSSY IS!!! Blofeld bekommt die Fresse verdatscht und wird in seiner Bude in die Luft gesprengt.
Wieder daheim, fällt Madläne ein, dass sie Bond doch nicht liebt (WEIBER!) verlässt ihn, er lässt’s geschehen (WEIL ER ‚NE PUSSY IS), und sie lässt sich daraufhin aus Frust wieder entführen. Aber wer hat sie entführt? Blofeld ist doch tot. Neeeeien, Überraschung, er lebt VÖLLIG UNERWARTET NOCH und hat jetzt seine coole Markenzeichen-Narbe. Bond rettet sein Schneckchen, weil sie sich doch wieder lieben und schießt Blofeld’s Hubschrauber aus 200 Metern mit seiner Damenhandtaschen-Pistole ab. Kann man schon machen. IS NUR HUUUUUNREALISTISCH UND SCHEISSE LANGWEILIG!!! War’n Panzerfäuste ausverkauft??? Was folgt ist eine Szene bei der ich die Hand gegen die Stirn klatschen musste.
Bond stellt den verwundeten Blofeld.
Der liegt da so werlos rum.
Kaputte Beine,
zerdatschte Fresse,
leichtes Ziel.
Ich mein, die Sau hat tausende Menschen auf dem Gewissen und wird so schnell auch nix an seiner Einstellung ändern.
Was macht Bond?
Knallt er ihn ab? Erwürgt er ihn mit einer Socke?
NEEEIIIIIN, der lässt ihn VERHAFTEN!!!
WAS FÜR EINE SCHEISSE IST DAS DENN?
JAMES BOND bringt seinen ERZFEIND, der Typ der seine große Liebe und seinen Stiefvater getötet hat, der ein WELTWEIT OPERIERENDES VERBRECHERSYNDIKAT leitet, NICHT AUF EINE SPEKTAKULÄRE WEISE um und reißt dabei einen COOLEN SPRUCH? Er bringt ihn stattdessen in den Knast, wo er nach 5 Minuten wieder draußen ist???
Ihr, liebe Leute, habt James Bond umgebracht. Das ist nicht mehr die coole Sau aus „Casino Royal“. Das ist einfach nur noch armseelig, hahnebüchen und langweilig. Da bin ich echt froh, dass es keine weiteren Teile mit Daniel Craig gibt. Ihr habt das Ding echt gegen die Wand gefahren.

Ich freu mich auf die Fortsetzungen von Spy und Kingsman…

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Jurassic World

jurassic-world
Screenshot aus Darren Wallace überarbeitetem Trailer

1993 machte Steven Spielberg Dinosaurier weltberühmt. Vorher hatte 50 Millionen Jahre niemand was von den Viechern gehört. Es folgten 2 relativ grottige Fortsetzungen.
Jetzt – 22 Jahre nach dem ersten Teil – sind sie wieder da.
Der Park ist mittlerweile eröffnet und bringt ordentlich Kohle rein. Damit das so bleibt rührt man sich selber Dinos zusammen, die noch spektakulöser sind und vergisst natürlich dabei nicht, DNA reinzumischen, die dem Dino die Flucht möglichst einfach machen. Leider kommen die Star-Architekten, die das Gehege überarbeiten sollten, zu spät aber einen guten Tipp hätte ich auch gehabt: MACHT NEN SCHEISS DECKEL AUF DAS GEHEGE.
Es kommt wie es kommen muss: Arsch-o-saurus Maximus bricht aus und metzelt sich durch den Park. Nur ein Mann kann ihn aufhalten: Chris „Starlord“ Pratt. Den fand ich schon super in Guardians of the Galaxy und hier passt er auch prima rein. Die zwei Kids (muss es wohl in jedem Teil geben) gehen am Anfang ziemlich auf die Nerven, aber das bessert sich im Lauf des Films. Und dann is da noch die weibliche Hauptrolle: Bryce Dallas Howard, die sich schwitzelich in Zeitlupe in mein Herz joggt ❤

Ich fand den Film super, mein grinsendes 11 jähriges Ich saß den ganzen Film neben mir und wir haben uns köstlich amüsiert.

Bonus-Comic-Trailer:

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