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Kategorie: So oder so ähnlich

Rosinen-Ninjas

Folgende Geschichte hat sich so oder so ähnlich abgespielt :

Ich war grad einkaufen. Essen für die restliche Woche. Darunter war auch ’ne Packung Schokoeis. Von Mövenpick. Aus Erfahrung weiss ich, dass Mövenpickschokeis, eines der besten Schokoeises der Welt is. Also rein in Einkaufswagen und mit quitschenden Reifen nach Hause.

Zu Hause angekommen erstmal auf die Couch pfläzen. Da ruft mein Bruder aus der Küche: „Du weisst aber schon, was für ein Eis du da gekauft hast?“. Was ist denn jetzt los, will der mich veraschen? Glaubt der, ich weiss nich, wie Schokoladeneis aussieht. Also stapfe ich in die Küche, um nachzusehen was los is. Mein Bruder hält mir wortlos die Packung entgegen. Ich reiss sie ihm wirsch aus der Hand. „Da stehts doch… Schokoladeneis… mit Trauben, Rum und Nüssen. Was soll denn der Scheiss, wollen die mich veraschen, oder was?

Also zurück in Supermarkt, den erstbesten Supermarktschnösel am Schlawittchen gepackt und ihn zu Rede gestellt.

„Was ist das?“, frag ich ihn.
„Ähm, ich glaub Schokoeis.“
„Du glaubst, hä? DU GLAUBST, HÄ? Da sind verdammte, verschrumpelte ROSINEN drin. ROSINEN, im Schokoeis.“
„Na und? Rosinen sind doch lecker.“
„Rohosinen sind doch lecker, sagt er. Wer hat denn dir ins Gehirn geschissen? Rosinen sind abartig. ABARTIG! Ich will den Geschäftführer sprechen. SOFORT. Du hast 2 Minuten, dann nehm ich hier den Laden auseinander.“

Also verschwindet er. Nach einer Minute und 50 Sekunden is er wieder da. Er hat ’nen Typen dabei. Es ist natürlich nicht der Geschäftsführer, das erkenne an seinem schwarzen T-Shirt auf dem ‚Supermarkt-Security. Auf’s Maul?‘ geschrieben steht und ich denke mir „Warum, muss das immer hässlich werden?“.
„Das isser? Der kleiner Scheisser? Das soll ja wohl ein Witz sein…“, fährt er den Typen an, der ihn alarmiert hat und sich nun hinter ihm versteckt, als ich ihm einen genervten Blick zu werfe.“
„Hör zu Dicker, ich will eigentlich nur mein Geld zurück, ’ne kleine Entschädigung für den Schock und dass ihr dieses wiederliche Pseudoschokoeis aus dem Sortiment nehmt.“
„Du hast er garnix zu melden, mach das du Leihne ziehst, sonst fliegst du raus…“, teilt er mir mit und versucht mich in Richtung Ausgang zu drängen.
„Nich schupsen, das mag ich nich.“

Natürlich muss er mich nochmal schupsen. Zwei mal. Also drehe ich mich und lächle ihn an.
„Wieso grinst du so“, fragt er mich, bevor ich ihm mein Knie zwischen die Beine ramme. Als er sich vorbeugt, trifft ihm mein Kinnhacken und befördert ihn über zwei Regale hinweg. „Das wird dann wohl nix mehr hier“, denk ich mir und mach mich auf den Weg zum Ausgang. Da bemerke ich aus den Augenwinkeln einige schwarze Schatten… NINJAS.

Das problematische an Ninjas is, dass man sie meistens erst dann bemerkt, wenn es schon zu spät is. Zum Glück war dies nicht meine erste Konfrontation mit diesen Typen, in den seltensten Fällen trifft man sie jedoch im örtlichen Supermarkt. Plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Das Rosinen-Eis war von Anfang an eine Falle gewesen. Ich hasse Ninjas. Man kann nich mal mehr einkaufen gehen, ohne Opfer eines Mordkomplotts zu werden.

Also tat ich das, was ich immer tue wenn ich von Supermarkt-Ninjas angegriffen werde und extrem angefressen bin: Ich trete in Ärsche und während ich so am Ärschetreten bin, geh ich im Kopf nochmal die Einkaufsliste durch und bemerke, dass ich total vergessen habe, ’nen Kasten Cola zu kaufen. Also klettere ich von dem Berg erschlagener Ninjas runter, atme tief durch und schlendere in die Getränkeabteilung .Was ich da sehe, treibt mir die Tränen in die Augen. Cola, ohne Zucker, ohne Koffein. Ich kann ja viel ertragen, aber Rosinen und entweihte Cola an einem Tag, das is sogar für mich zuviel. Ab diesem Zeitpunkt verlässt mich dann mein Erinnerungsvermögen. Ich erinnere mich nur noch an einen roten Schleiher aus Wut, schreiende Menschen, Feuer und einen Gabelstabler.

Wieso muss es nur jedesmal hässlich werden.

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Kochen mit Phil

kochenbeimphil.jpg

Folgende Geschichte hat sich so oder so ähnlich abgespielt :

Vor ’n paar Wochen warn wir beim Philipp in seiner neuen Wohnung. Kochen. Ich hatte die ehrenvolle Aufgabe, den Kartoffelbrei als Beilage für die Schnitzels zuzubereiten. Nach getaner Arbeit bin ich auf den Küchentisch gesprungen, hab mir auf die Brust getrommelt und geschriehen: „ICH HABE FEUER BREI GEMACHT!“.
Als mich alle nur entgeistert angeschaut haben, bin ich vom Tisch geklettert, hab mich hingesetzt und schweigend mein Schnitzel mit Kartoffelbrei gegessen.

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Nein, ich strippe nicht für Brautjungfern (2)

Folgende Geschichte hat sich so oder so ähnlich abgespielt :

In den letzten Tagen wurde ich immer wieder auf der Strasse angesprochen und gefragt, ob denn nicht der Typ von JustAnotherHero.com bin und was es denn mit dem Eintrag „Nein, ich strippe nicht für Brautjungfern“ vom 23. April auf sich hat.
Nachdem ich dann gegen ein geringes Endgeld mein Autogramm auf einige Brüste gesetzt habe, erzähle ich folgende Geschichte:

Am Samstag war ich mit ein paar Leuten im „Dilayla„.
Da waren dann gleich zwei Gruppen von Brautjungfern auf Junggesellinnenabschied. Zumindest stand das auf ihren T-Shirts. Abgenommen hab ich’s ihnen irgendwie nich. Die eine Gruppe stand auf der Tanzfläche und hat apatisch mit den Armen gerudert, die andere Gruppe saß schweigend auf einer Couch ganz in unserer Nähe.
Sollte ich mal heiraten oder auf eine Jungesellenparty eingeladen sein, werd ich ganz sicher keine Fresse ziehen oder dumm rumstehen. Gibt es einen besseren Vorwand sich zu betrinken und alle Hemmungen fallen zu lassen? Junggesellenabschiede sind sowas wie eine Generalvollmacht, genau wie Karneval oder Weihnachtsfeiern.

Ja jedenfalls hat mich dann irgendwann eine von denen angequatscht und mir mitgeteilt, sie seien noch auf der Suche nach einem Stripper. Sie hätten zwar fast schon zwei Typen „klargemacht“ die hätten dann aber im letzten Moment abgeklemmt. Sie hat mich dann mit einem fragenden Blick angeschaut, woraufhin ich dann antwortete:

Mädchen,
1. Bin ich nich betrunken genug.
2. Hab ich meinen Arsch und meine Muskeln zu Hause vergessen.
3. Bin ich nich betrunken genug.
4. Hab ich das nur einmal gemacht und das war 1972 und im College.
5. Könnt ihr euch mich garnich leisten.
Sorry.

…worauf hin sie mit hängenden Schulter abzog.

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Stalking Carter

carter.jpgFolgende Geschichte hat sich so oder so ähnlich abgespielt :

Gestern wurde ich in der Staßenbahn von Aaron Carter gestalked. Also nich der neue Aaron Carter, der aussieht wie Nick Carter, sondern der kleine Aaron „Mama, ich muss Pipi“ Carter.

Ich hab mich ganz normal hingesetzt. Der Bengel starrt mich an und macht mir alle nach. Schließlich hab ich ein Buch aus meinem Rucksack genommen und da musste er schließlich passen. Aaron Carter kann nämlich nich lesen.

Die meisten Leute wissen: Aaron Carter is reich. Leider nich so reich, dass er sich ein Handy mit Kamera leisten kann, also leiht er sich eins von seiner Freundin, um Fotos von mir zu schiesen. Ich hab keine Ahnung was das sollte, und ich muss zugeben, es hat mir ein bißchen Angst gemacht

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Taubenkrieg

Folgende Geschichte hat sich so oder so ähnlich abgespielt:

Eigentlich wollte ich die folgende Geschichte für mich behalten, nun isses aber doch anders gekommen. Also gut.
Wir hatten heute ein bißchen früher aus als sonst, und da meine Fröinde Patrick und Jenny eine total beschissene Bahnverbindung haben, entschloss ich mich ihnen noch etwas Gesellschaft zu leisten. Ein guter Vorwand um mal wieder was beim BurgerKing zu essen. Leider war’s da voll und wir ham uns an die Gleise auf ’ne Bank gesetzt. Ich hab meine Mahlzeit schön um mich herum „hintrapiert“. Crispy Chicken, Cöla und Pommes mit Majo. Doch dann unterlief mir ein gravierender Fehler. In einer Sekunde der Unachtsamkeit blieb ich mit meinem Ärmel an den Majopommes hängen und schmiss sie zu Boden. Plötzlich brach die Hölle los. Hunderte, nein Tausende von ausgehungerten Tauben schossen von allen Seiten heran und wollten sich an MEINEN Pommes den Bauch vollschlagen. Soweit kommt’s noch. Nich mit mir.
Schreiend und kungfutritteausteilend nahm ich den Kampf auf. Doch es war aussichtslos. Für jede Taube, die ich zertrat oder der ich den Kopf abbiss kammen 10 neue. Schließlich verliesen mich meine Kräfte und ich verlor das Bewusstsein während meine Freunde tatenlos zusehen mussten, wie sich der Teppich aus Tauben über mir schloss.
Aufgewacht bin ich erst wieder im Notarztwagen…
…mit einer letzten Pommes in der geballten Faust.

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