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Kategorie: So oder so ähnlich

Die Banane

Es gibt nur ein Gebot:
„Sei kein Arsch.“
Leider haben viele Menschen noch nie was davon gehört.

Folgende Geschichte hat sich so oder so ähnlich abgespielt:

Stand letztens wie fast jeden Tag morgens an der U-Bahn halte stelle und warte auf die Bahn.
Paar Meter weiter ist so ’n kleiner Halbstarker seine Banane.
Nach dem er fertig ist, schmeißt er sie vor sich runter auf die Gleise.
Ich hasse sowas.
Ich bin alles andere als ein ordentlicher Mensch, aber ich schmeiße meinen Müll nich einfach auf die Straße, besonders dann nicht wenn ein paar Meter weiter ein Mülleimer steht. Ich krieg schon immer ’nen Hals wenn ich am Morgen Slalom um Flaschen und sonstigen Müll laufen muss, weil irgendwelche Idioten sich aus Schiss vor ihren Eltern draußen besaufen und ihren Scheiß nicht wegräumen. Da wär echt mal eine rektale Maßnahme fällig.

Zurück zum Bananen-Typen. Natürlich macht mal wieder keiner das Maul auf. Ich auch nicht. Denk mir, wenn der Vollidiot es mit seinen 17 Jahren nicht gerafft hat, dass es ein paar Dinge gibt, die man einfach nicht macht (das Wegwerfen von Bananenschalen ist tatsächlich eine Ordnungswidrigkeit), dann is es jetzt auch zu spät. Eine Dame neben mir sieht das anders und stellt ihn zu Rede. Der Typ kapiert gar nicht, warum sie sich aufregt und meint nur sie soll sich um ihren eigenen Scheiß kümmern.

Jetzt wird’s mir auch zu viel. Ich klär ihn auf, dass nun wahrscheinlich ein 95 jähriger Bahnmitarbeiter gezwungen ist, sich zu bücken und und die Schale für ihn aufräumen muss. Woraufhin er entgegnet, dass die Bananenschale niemand aufräumt und sie schließlich ja verrottet. So wie bei ihm zu Hause die schmutzige Wäsche und das dreckige Geschirr verotten. Ich frage ihn dann, ob er weiß, wie lange das dauert. Er weiß es nicht. Ich schon: es sind bis zu 5 Jahre (Danke, 5000-Fakten-ueber-Bananen.de).

Jetzt denkt man… okay… der Typ ist halt ein Idiot, aber ein Einzelfall… der Großteil der Menschheit besteht ja aus vernunftbegabten Menschen. Da muss ich euch enttäuschen. Jetzt mischt sich nämlich eine komische Alte ein und meint, wie sollen doch nicht immer auf die (geistes-)Schwachen los gehen, wir hätten uns ja nicht getraut was zu sagen, wenn der Typ ein muskelbepackter Bodybuilder wäre. WHAT? Ich darf Leute also nur noch blöd anmachen, wenn sie größer sind als ich ? Wir haben dann eingesehen, dass man mit den Leuten eh nicht vernünftig argumentieren kann. Dann kam die Bahn und die Frau, die sich über die illegale Bananenschalen-Entsorgung beschwert hatte, hat es auf sich beruhen lassen.
Ich NICHT.
Kann ich nicht.
Hab mich krank gemeldet.
Hab den Typen den ganzen Tag beschattet.
Hab vor seiner Schule gewartet.
Hab ihn bis nach Hause verfolgt.
Habe alle Biotonnen der Straße vor seiner Haustür ausgeleert und zu guter letzt den Müllberg noch mit einen riesigen, dampfenden Haufen gekrönt…
…VEROTTET JA, DU ARSCH!!!
banana

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Held VS Zahnbürste

Folgende Geschichte hat sich so oder so ähnlich abgespielt:

Jeder Held braucht einen Erzfeind. Meiner ist eine elektrische Zahnbürste. Oder sagen wir, es war. Letzten Endes hab ich natürlich gewonnen. Aber es war kein leichter Kampf. Sonst wär `s ja auch langweilig…

Kapitel 1 • Prolog
Ich bin ein sehr gewissenhafter Zähneputzer. Egal wann und wie ich heimkomme, ich putze mir immer die Zähne. Wie sei jetzt mal dahingestellt.. Zu diesem zweck hab ich eine elektrische Zahnbürste. Weil `s total futuristisch ist und ich eine faule Sau bin. Leider gibt neben Rasenmäh- und Staubsauger- noch keinen Zahnputzroboter. Jedenfalls hat mich Bürsti Jahre lang treu begleitet, aber meistens sind es ja dann genau die, die einem judasmäßig in den Rücken fallen.

Kapitel 2 • Unheil bahnt sich an
Jedenfalls will ich mir abends die Zähne putzen und die Saubürste geht nicht an. Und ich hab morgen einen Zahnarzt-Termin. Und noch Essen zwischen den Zähnen. Wieso musste auch auch Döner und Marmorkuchen zum Abendessen essen. Beim Gedanken daran, was die Zahnarzthelferin für ein Gesicht macht wenn ich meinen Mund zur professionellen Zahnreinigung öffne, muss ich ein bisschen kichern aber ich werde schnell wieder ernst. Ich MUSS mir die zähne putzen. Und nein ich habe keine manuelle Zahnbürste. Wir leben in einer bürstenlosen post-apokalyptischen Welt. Das steigert die Dramatik der Geschichte. Ich stell die Bürste also mal ins Ladegerät nach dem Gutzureden und Anschreien nicht funktioniert hat… Vielleicht hat sie ja auch einfach nicht genug Saft… Also schlafe ich eine Nacht drüber und träume davon, wie mir diese kleinen Krokodil-Putzervögel in den Mund fliegen und mir die Marmorkuchenbrösel aus den Zähnen picken. Bleibt natürlich bei einem Traum. Am nächsten morgen wache ich mit meinem ekelhaften Geschmack im Mund auf. Wundert mich eigentlich, dass sich die Faulgase nicht einzündet haben. Mit zitteriger Hand betätige ich den Knopf der elektrischen Zahnbürste…

Kapitel 3 • Showdown

Mit zitteriger Hand betätige ich den Knopf der elektrischen Zahnbürste…
…und sie funktioniert tatsächlich. Ein Wunder. Ich putze mir also die Zähne mit meiner wieder zum Leben erwachten elektrischen Zahnbürste. Ganze 10 Minuten, bin so glücklich, dass ich ganz die Zeit vergesse, aber letzen Endes ist jeder Spaß mal zu Ende und ich drücke denn Ausknopf.
Nichts tut sich.
Also eigentlich tut sich schon was… die Bürste brummt nämlich weiter vor sich hin. Was soll das denn jetzt? Ich hab keine Zeit für den Scheiß. Ich drück also weiter auf den Tasten rum, ist der Bürste scheißegal. Akku kann ich nicht rausnehmen, ist fest verbaut. Wieder an der falschen Stelle gespart.
Kommt mir das nur so vor oder wird die immer lauter. Die verspottet mich! Fehlt nur noch, dass die Nachbarn klingeln, weil sie denken mein Monstervibrator hat sie aus dem Schlaf gerissen. Also greife ich zu härteren Maßnahmen. Ich geh in die Küche, hole mir ein Steakmesser und ramme es der Bürste in ihre Achillesferse – dem weichen Teil, an dem EIGENTLICH ein- und AUSschaltet.
Das Ding ist zäh, aber nach einigen Hieben gelingt es mit die Schale zu knacken und ein kleines Loch ensteht. Leider schaffe ich es auch mit wilden Rumgestochere nicht, das Ding kurz zu schließen.
Momentmal… kurz schließen… das Ding funktioniert ja immer noch mit Strom… lass ich doch einfach mal Wasser reinlaufen, ein Loch ist ja drin. Ich versuche also meine elektrische Zahnbürste zu ertränken und lege sie in das gefüllte Waschbecken. Und was macht die Bürste? Denkt gar nicht dran, ihr Leben auszuhauchen sondern nutzt das Waschbecken als Resonanzkörper um jetzt doch wirklich jeden im Haus über meine morgendlichen Aktivitäten zu informieren. Klar könnte ich jetzt aufgeben. Ich könnte das Teil in eine Decke einwickeln und einfach vor sich hinbrummen lassen, bis der Akku alle ist. Oder ich könnte sie auf dem Weg zum Zahnarzt in den See werfen. Da bin ich leider zu dem Zeitpunkt nicht drauf gekommen. Stattdessen raffe ich meine letzten Kräfte nach einem mittlerweile stuuuuundenlangen Kampf zusammen und ramme der Rasputin-Zagnbürste ein letztes Mal das Messer rein.
Ein letztes Aufbäumen.
Dann.
Stille.

rasputinbuerste

Ich habe gesiegt. Der Mensch triumphiert über die Maschine.
Hab mir mittlerweile eine neue Zahnbürste bestellt.
Die alte werd ich behalten und sie neben die neue stellen.
Als Mahnung.

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Mein erstes Mal: Stadion

vfb-stadion

Folgende Geschichte hat sich so oder so ähnlich abgespielt:

Letztes Wochenende war ich zum ersten Mal bei einem VfB-Spiel. Dass es 32 Jahre gedauert hat, bis ich mal ins Stadion komme, liegt wahrscheinlich daran, dass ich mich nicht wirklich für Sport und hier im speziellen Fußball interessiere. Aber ich wurde eingeladen (Danke Caro und Diana) und dachte mir, dass der VfB grad jede Form von Unterstützung gebrauchen kann.
Da fragt man sich natürlich, wieso es bei soviel geballter Unterstützung sein kann, dass der VfB nach der ersten Halbzeit mit 3:0 hinten liegt. War meine Schuld. Hab die erste Halbzeit die falsche Mannschaft angefeuert, bis mir jemand erklärt hat, dass wir die Roten sind. Bis dahin hatte ich auch das Geld für die Wurst und die Cola wieder drin, die mir die VfB-Fans in Form von „Pfandbecher to to the Head“ haben zukommen lassen.
Jedenfalls hab ich meinen Fehler dann wieder wett gemacht, indem ich die zweite Halbzeit dann die richtige Mannschaft angefeuert habe, auch wenn die VfB-Fans um mich rum schon rumgequengelt und von Abstieg beblubbert haben. Da muss ich Fussball-Noob, wie ich da herkommen und den Leuten erklären, dass man halt nicht immer nur anfeuert, wenn’s ohnehin gut läuft. Und dass sich fette Typen, die schon ins Schwitzen kommen, wenn sie 45 Minuten stehen müssen, einen Kommentar zur Spielweise verkneifen sollten, versteht sich auch von selbst. Zum Glück bin ich also nach der ersten Halbzeit kein Eis essen gegangen und WIR haben noch ein Unentschieden rausgeholt.
Am nächsten Tag bin ich dann mit einem Vfb-Arschgeweih aufgewacht, aber das ist eine andere Geschichte…

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Altersvorsorge

Folgende Geschichte hat sich so oder so ähnlich abgespielt: 

Wenn man auf die 40 zugeht, muss man langsam an die Zukunft denken. Also hab ich mir mal bei der Bank meines Vertrauens ein paar Vorschläge für Eigentumswohnungen zukommen lassen.
Nix großartiges… 4-5 Zimmer, so 120m², maximal ’ne Mille (eine Million). Irgendwas muss schief gelaufen sein, denn die haben mir die Daten von ’nem „Appartement“ im betreuten Wohnen / Altenheim geschickt.
Ist nicht das erste Mal, dass diese listigen Rentner versucht haben mich in ihre gierigen lebenaussaugenden Fänge zu locken. Nachzulesen hier.
Zwar ist der Gedanke an ein Schwammbad mit sexy Krankenschwestern ziemlich verlockend, aber ich such dann doch lieber weiter…

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Mein erstes Mal: Konzert (Blink182 in Stuttgart)

blink-stuttgart

Folgende Geschichte hat sich so oder so ähnlich abgespielt:

Ich war gestern auf einem Konzert. Blink182 in Stuttgart.
Waren mal eine meiner absoluten Lieblingsbands. Zu Schulzeiten. Vor über 13 Jahren. Die Klassiker wie „All the small Things“, „What’s my Age again?“ und „The Rock Show“ finden sich immer noch in der einen oder anderen Playlist. Als ich dann gesehen hab, dass die mal wieder nach Stuttgart kommen, hab ich spontan zugegriffen. Und weil 42€ + Versand + Ichhabdochkeinbock-Versicherung ja ein Schnäppchen sind, hab ich gleich zwei gekauft.
War ganz gut, dass mich da jemand an der Hand genommen hat, schließlich war ich noch nie auf einem Konzert. Wahrscheinlich vor allem wegen den anderen Menschen, die so auf Konzerte gehen. Menschen, die scheinbar teures Geld für Shirts ausgeben, auf denen sie nachlesen können, welche Band gerade spielt. Nene, da bleib ich doch lieber bei meinem 4000€-Brioni-Anzug (Armani is für arme Schlucker).

Wir haben uns dann erst mal etwas abseits vom Eingang platziert, elitäre Snobs wie wir sind und das Maul über die restlichen Konzertbesucher zerrissen. Lustigerweise waren echt alle Altersgruppen vertreten, sind also nicht nur wir „hängen“ geblieben. Erstaunlich waren nur die vielen jungen „Menschen“. Keine Ahnung ob Blink gerade wieder ein Revival erleben, oder ob die schon wieder so out sind, dass sie für Hipster wieder attraktiv werden.

Jedenfalls durften wir dann irgendwann rein, haben uns was zu trinken geholt und uns ziemlich mittig platziert, nicht ohne vorher ein paar Bierse umgekickt zu haben, die irgendwelche Sitzkreis-Hippies mitten in den Weg gestellt hatten. Pöbel.

Jedenfalls hat dann irgendwann die Musik angefangen, aber mit den falschen Musikanten. Is das üblich, dass da ’ne Band spielt, die keiner bestellt hat? In dem Fall hier war’s Zebrahead, ich glaub von denen hat ich vor 15 Jahren auch mal ’ne CD. Die wollten dann irgendwelche neuen Lieder spielen, auch nachdem ich 15 Min „Playmate of the Year“ geschrien habe.
Idioten.

Dann war Pause. Keine 5-Min-Toiletten-Pause sondern ’ne Halbe-Stunde-ich-brat-mir-Schnitzel-und-die-Pommes-dauern-immer-so-lang-Pause. Auch da schien sich niemand drüber aufzuregen. Ich hatte schon so ein leichtes Zucken im Auge.

Daaaann, endlich, kamen Blink182 auf die Bühne. Hab ich zumindest vermutet, denn ich hab ’nen Scheiß gesehen. Nächstes mal nehm ich meine große LEGO-Kiste mit, zum Draufstellen. Hätten nich die ganzen Spacken die Bühne gefilmt, hät ich wahrscheinlich garnix mitbekommen.

Auch so ’ne Unsitte. Handynutzung während eines Konzerts. Seien es Selfies (weg von der Bühne), im Vertical-Video-Syndrome-Style aufgenommene Videos, oder skypen mit der Freundin, die gerade zu Hause am Kacken is… kam alles vor.

Und was ist dieser Sport, bei dem alle wie wild umher springen und sich schubsen? Glaub das wollten ein paar mit mir spielen, hab sie dann durch einen Tritt in die Joghurt-Schleuder eines besseren belehrt. Ich möchte der Musik lauschen, die Band sehen/erahnen und keinen Körperkontakt mit veschwitzten TYPEN.

Ach ja die Musik. Die gespielten Lieder liesen sich in drei Kategorien einteilen:
Lieder, die ich kannte. Lieder die ich nicht kannte. Lieder die so coldpay-esque/lahmarschig waren, dass mir fast die Brezel eingeschlafen is. Bei letzteren, die leider ziemlich zahlreich waren, hab ich dann ein neues Spiel entwickelt: Konzert-Bingo!
Ziel ist es 4 der aufgelisteten Dinge (horizontal, vertikal, diagonal) zu entdecken und anzukreuzen. Wahlweise kann man für die verschiedenen Phenomene auch Punkte sammeln, wobei das seltenste natürlich die meisten Punkte gibt.
blink182-bingo
Ein paar Punkte bedürfen noch der Erläuterung:
Fleischkanäle – die fetten Ohrlöcher, durch welche die Sonne scheint
Teufelshörner – AC/DC-Mütze mit satanischem Konterfei, Träger muss mindestens 40 sein.
Zungen-Action – Wildes Rumkgeknutschte von zwei oder mehreren Parteien, Hand in Hose = Bonuspunkte
Stinktier-Friese – Dunkle Haare mit hellem Streifen
Vertikale Videos – Filmen im Hochformat, auf Youtube dann an den schwarzen Balken zu erkennen
Spackenturm – Typ nimmt Freundin auf die Schultern, damit er heut Abend noch ran darf
Gehirnerschütterung- a.k.a. „Spackenturm Deluxe“ – Typ steht auf Schultern von Kumpel, fällt um und dotzt mit einem anderen besoffenen Typen zusammen, dieser MUSS zu Boden gehen.

Viel Spaß beim nächsten Konzert 😉

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