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Stuttgart Tour – Obertürkheim

Was lange währt…
…nach 2 Jahren Stuttgart Tour, hab ich es diese Woche geschafft, den letzten Stadtteil – Obertürkheim – zu besuchen.

Wie auch Untertürkheim ist auch Obertürkheim vom Weinbau geprägt. Das fängt schon damit an, dass man keine 5 Meter laufen kann, ohne über eine Winzerei zu stolpern, zaiß im Ort selber oder in den Weinbergen.

Nachdem ich also noch an ein paar mehr Weingüter vorbeikomme, die mich nicht dafür bezahlen, dass ich sie erwähne, erreiche ich die Petruskirche.

Die Kirche hat einen sehr schönen Kirchturm und zeigt mal wieder, dass es nicht auf die Höhe des Turms ankommt. Sondern auf die Dicke. Und wie laut die Glocken läuten.

Dann geht’s ab in die Weinberge, bei dem Wetter eine wahre Freude, auch wenn es stetig bergauf geht. Warum wird „es geht bergauf“ eigentlich als etwas positives aufgenommen und „es geht bergab“ als etwas negatives? Macht sogar keinen Sinn. Aber egal. Die Aussicht lohnt sich.

Beim Abstieg war Komoot mal wieder sehr kreativ. Hier passt ja noch alles…

…spätestens hier wird es dann doch ein bißchen abenteuerlich.

Ein bißchen mehr Eis / Schnee und ich hätte mich einfach mit Anlauf auf den Bauch schmeissen und den Rest des Weges runter schlittern können. Direkt nach Ulbach. Direkt rein in die Maultascherei.

Ich hatte dann noch eins der ältesten Gebäude Ulbachs auf der Liste, aber wie so oft packen die Leute immer die Orte ein , die ich besuchen möchte…

Hier findet man ein paar mehr Fotos der Weinkellerei Konzelmann ohne Gerüst.
In der Stadtmitte von Ulbach finden wir das alte Rathaus…

…das gerade renoviert wird. Konnte also heute nicht drin heiraten, also hab ich mich mit einem alten Kumpel vorm Weinbaumuseum getroffen und in Erinnerungen geschwelkt.

Dabei ist uns aufgefallen, dass Ulbach wahrscheinlich das hingeschludertste Wappen der Geschichte der Wappologie hat. Nach dem Motto: „Das passt erst mal so, das ändern wir später“. Fast 400 Jahre später:

Danach geht’s zurück Richtung Obertürkheim, wieder über die Weinberge. Dabei komme ich noch an der Ulbacher Hodenquetsche vorbei.

Hier werden seit dem 16 Jahrhundert Männer gezüchtigt, die den Motor aufheulen lassen, Frauen in der Disko an den Hintern fassen und ständig erzählen, dass man ja heute „gar nichts mehr sagen darf.“

Das letzte Highlight der Tour bildet das alte Ulbacher Pfarrhaus. Oder besser die Plakette daran.

Ursprünglich als Weingärtnerhaus Ende des 17. Jahrhunderts erbaut, wurde das Haus 1708 von der Gemeinde gekauft, um dem Pfarrer eine ordentliche Unterkunft zu bieten.

Zum Haus gehörte ein Wasch- und Backhaus sowie ein großer Garten. Im großen, gewölbten Weinkeller wurde ein Teil der Entlohnung des Pfarrers gelagert: 3 württembergische Eimer Wein, etwa 900 Liter pro Jahr.

Der Pfarrer:

Bonus Empfehlung:
Trailer Park Boys: https://www.netflix.com/title/70153385 (12 Staffeln)

Stuttgart Tour – Mühlhausen

Tun wir mal so, als wär der Ausflug nicht schon Monate her und die Erinnerungen wären noch frisch…

Los geht’s an der Veitskapelle. Mühlhausen war ursprünglich ein mittelalterliches Rittergut und wurde vermutlich 708 zum ersten Mal erwähnt. Der dem ursprünglichen Ortsadel angehörende Reinhard „Richi Rich“ von Mühlhausen stiftete 1380 die Kapelle, nachdem er besoffen den örtlichen Pfarrer mit seiner Kutsche angefahren hatte.

Die Kirche sieht auch von innen recht schick aus.

Nicht viel weiter findet man das „Palm’sche Schloss“. Das heutige Schloss wurde 1813 für Jonathan Freiherrn von Palm im Stile des Klassizismus auf den Fundamenten des abgebrochenen alten Schlosses erbaut.

Ich hab mit die Wikipedia-Seite durchgelesen und bin dabei auf das Wappen der Familie Palm gestoßen. Ihr glaubt es nicht, die haben tatsächlich ein Palme im Wappen (…und aus irgendeinem Grund eine Eule, die in meine Seele starrt).

Weiter geht’s durch den Mühlhausener Stadtpark. Neben etlichen Stufen und Eidechsen, die sich darauf sonnen…

….findet man auch die Ruine der Engelburg, vormals auch Biberburg genannt, ist der Rest einer Höhenburg. Ein netter Ort zum Verweilen, wenn man sich nicht gerade in einen Ameisenhaufen reinsetzt.

Etwas später auf der Tour kommt man in Mönchsfeld, einem Stadtteil von Mühlhausen, am sogenannten Mönchstein vorbei. Wer Lust hat, sich den Stein mehrere Stunden anzuschauen, kann sich dabei auf den nahegelegenen Keramik-Bänken niederlassen.

Nachdem wir uns durch die Weinberge gekämpft hatten, wurden wir schließlich mit diesem sagenhaften Ausblick auf den Max-Eyth-See belohnt, unserem Hauptziel (oder besser gesagt, dem dazugehörigen Biergarten).

Mit dem Überqueren des Max-Eyth-Stegs, haben wir es fast geschafft. Der Steg führt über den Neckar und verbindet den Stadtteil Freiberg im Stadtbezirk Mühlhausen mit dem Naherholungsgebiet Max-Eyth-See.

Im Park angekommen, wird man von der hiesigen Enten-Population genötigt, ein Bier zu trinken.

Gestärkt geht es dann weiter am Neckarufer, an dem ich meine 5 Millionen Euro Yacht, die „MS Schabracke“ ( vorne im Bild) vor Anker gelegt habe.

Beendet wird die Tour mit einem Abstecher auf der Burg Hofeen, einer Ruine einer Höhenburg über dem Necka. Sie ist die einzige Burgruine im Stadtgebiet Stuttgarts mit aufragenden Mauerresten.

Stuttgart Tour – Möhringen

Ich hab ein wirklich, wirklich schlechtes Gewissen. Der Trip war im August (Mühlhausen auch). Ich hoff ich bekomm noch alles zusammen. Ansonsten wird halt was dazugedichtet.

Gestartet hat die Tour am Möhringer Bahnhof und schon nach kurzer Zeit wurde ich von dieser Schönheit gegrüßt. Ich glaub das ist eine Bengalkatze.

Ich erinner mich, daran wie ich nich gefreut habe, dass es ziemlich schnell ins Grüne ging, der Probstsee bietet echt eine schöne grüne Insel zum Verweilen, vorausgesetzt das Wetter stimmt.

Am See bin ich dann noch auf einen seltsamen Stein gestoßen. Ich konnte online nichts finden. ChatGPT konnte auch nicht wirklich helfen, aber ist sich sicher, dass es kein Grenzstein is. Vielleicht kann mir ja jemand aus dem Raum Möhringen auf die Sprünge helfen.

Weiter geht entlang an ein paar Streuobstwiesen und ’nem Mähdrescher, der mich schön paniert hat.

Am Wegesrand findet man das Reyerhofer Labyrith, welches südlich der Stadtbahnhaltestelle Rohrer Weg zu finden ist. Es wurde 2003 von Auszubildenden der Landwirtschaftlichen Schule Hohenheim mit heimischen, teils gefährdeten Ackerwildkräutern angelegt und entwickelt sich seither jährlich neu mit wechselnden Gemüse-, Kräuter- und Blumenpflanzungen. Die Pflege übernimmt eine ehrenamtliche Gruppe, die vom Reyerhof bei Arbeiten wie Ansaat, Samenernte und Weidenflechtarbeiten unterstützt wird.

Weiter gings dann vorbei am Möhringer Freibad (bei dem ich nicht über den Zaun fotografieren wollte. Deswegen hier eine schematische Darstellung (danke Chatty).

Kleiner Farbkecks am Rande, die recht neue Mensa der Anne‐Frank‐ und Heilbrunnenschule. Ich hätte ja noch ein paar mehr Fenster reingepackt, aber schließlich sollen sich ja die Schüler nicht zuuu wohl fühlen.

Ich bin dann noch ein bißchen querfeldein am Steinbach entlang spaziert, da kommt man auch an ein paar schönen Schrebergärten vorbei.

Und als dann letztendlich der Steinbach die Körsch kreuzt, stoße ich dann auf diese Schönheit, die mich an eine bekannte Stubenfliege erinnert.

Hab mich dann wieder auf den Weg in die Stadt (Möhringen, wir erinnern uns) gemacht. Bin dabei an der Steinbrunnenstraße auf einen Steinbrunnenbrunnen gestoßen. Das kann kein Zufall sein. Interessanter als der Brunnen selbst, war aber das kleine Häuschen nebenan.

Ich hab auch hier online nicht wirklich was interessantes gefunden, außer bei der Reverse-Bilder-Such, die mich auf ein Angebot für Eltern-Kind-Mediation geführt hat. Also denke ich einfach mal, das sperrt man besonders nervige Kinder mit ihren oftmals besonders nervigen Eltern ein, bis sie nicht mehr besonders sondern nur noch moderat nervig sind.

Der vorletzte halt der Möhringen Tour bildet der Spitalhof, eines der ältesten Gebäude in Möhringen.

Erbaut 1469 durch das Esslinger Spital in Stuttgart-Möhringen vom Baumeister Matthias Zimmermann, findet man im Hauptgebäude die Stadtbücherei, das Heimatmuseum, eine Musikschule und die Volkshochschule.

Das Tor hat es sogar auf das neue Wappen der Stadt geschafft, welches nach einer Rassismus- Debatte geändert wurde.

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Zu guter Letzt hab ich dann noch meine Burger-Rechte in Anspruch genommen und bin zum Pop’s was Essen gegangen. Erst hatte ich Angst, dass ich wieder versetzt werde, wie in Feuerbach

…am Ende hab ich aber doch den ersehnten Burger erhalten.

Happy End 🙂