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Autor: JustAnotherHero.com

Stuttgart Tour – Blaustrümpflerweg (Winter edition)

Der Blaustrüpflerweg ist eine Wanderroute, die mir wiederholt vorgeschlagen wurde. Hab mich dann gestern trotz Minusgraden überwunden rauszugehen und eine knapp zweieinhalb Stunden dauernde Wanderung hinter mich zu bringen.

„Blaustrümpfler“ ist übrigens der Spitzname für die Bewohner Heslachs. Er geht zurück auf eine Legende, nach der die Heslacher 1518 den vertriebenen Herzog Ulrich von Württemberg auf seiner Flucht aus Stuttgart verraten haben. Als er nach Stuttgart zurückkehrte ordnete er an, dass von nun an alle Heslacher zur Strafe blaue Strümpfe zum Kirchgang tragen mussten. (Stuttgart.de)

Denen hat er es aber gezeigt. BLAUE Strümpfe!!! Die wurden ihres Lebens nicht mehr froh.

Los geht der Rundweg am Marienplatz. Da wir die Wanderung mit einer Hunde-Gassi-Tour verbunden haben, musste ich die Tour umdrehen. Deswegen geht’s erst mal Richtung Marien-Hospital, ähnlich wie wie der Süd-Tour.

Es geht dann auch recht schnell berg auf und wird dann ziemlich schnell ziemlich steil.

Egal. Wenigstens werden einem Erfrischungen in Aussicht gestellt. Wobei ich befürchte, dass das eher für den Sommer gilt.

Kurze Zeit später hat man dann auch recht flott einen echt schönen Ausblick über Stuttgart, mittendrin die Lerchenrain-Schule, die aussieht wie eine Mischung aus Privatschule und Schwarzwald-Klinik:

Der Weg führt uns weiter entlang des sogenannte „Schimmelhüttenweg“, der seinen Namen nicht von schimmligen Hütten hat, sondern von der Hütte in denen man seine Schimmel (weißes Pferd) unterstellen konnte. Mehr Infos gibt’s auf Schimmelhuettenweg.de

Wir haben dann unterwegs noch einen Kumpel aus ‚m „Studio 54“ getroffen und ein bißchen in alten Zeiten geschwelgt:

Kurz darauf haben wir doch tatsächlich das Haus vom Weihnachtsmann gefunden. Das steht nicht am Nordpool sondern in Stuttgart Heslach.

Hier nochmal ein kleiner Ausblick vom Berg runter. Sieht echt schön aus, mit dem Schnee. Eine Sommer Edition der Tour wird aber wahrscheinlich dennoch fällig, wenn’s wieder wärmer ist.

Auf dem Weg durch den Weinberg kommt man dann noch an diesem Wandrelief vorbei.

Keine Ahnung warum der Typ einen Döner-Spieß auf dem Rücken durch den Weinberg trägt, ich nehm an einfach mal an, dass die Route früher eine der gängigen Döner-Handelsrouten war.

Auf dem Weg Richtung Wald kommen wir am Brundhildenweg vorbei.
Zeit für ein Selfie. Endlich hab ich einen Verwendungszweck für den Helm, den ich mir 2018 in Stockholm gekauft habe.

Am Waldrand trifft man dann auf diese Winterwunderlandschaft:

Nachdem man eine Weile durch den Wald spaziert, kommt man schließlich dem Bergfriedhof an. Der Waldfriedhof ist einer der Friedhöfe in Stuttgart, auf dem sog. „Baumgrabstätten“ erlaubt sind. Hab ich erst nachträglich auf Wikipedia gelernt.

Bin dann noch auf dieses Grab gestoßen, mit einem Blick über den kleinen Teil des Waldfriedhofs. (Der Friedhof besteht aus zwei Teilen: dem älteren und größeren westlichen Hauptteil und dem jüngeren, östlich gelegenen Waldfriedhof-Viereichenhau).
Wieder was gelernt.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist blau-10-1024x919.jpg

Auf dem nahe gelegenen Dronhalden-Friedhof findet man an der Rückseite der Feierhalle den Brunnen mit Statue der Jungfrau mit den Tränenschalen von Josef Zeitler.

Der nächste Punk auf der Route wäre eigentlich eine Fahrt mit der Seilbahn. Da ich aber die Runde verkehrt herum angefangen habe und es quatsch finde mit der Seilbahn den Berg RUNTER zu fahren, bin ich dann gelaufen. War die richtige Entscheidung. Wollte eigentlich ein Video machen, wie die Bahn an mir vorbei fährt.

Die kam aber nie, ich war einfach zu schnell.

Hab dann im Tal ein Foto von der geparkten Seilbahn gemacht, eine Fahrt steht also noch aus.

Weiter geht’s dann über den Südheimer-Platz. Langsam hab ich dann auch Hunger bekommen und mich im Netto mit Vorräten eingedeckt, die mir (wie sich später zeigte) das Leben retten sollten.

Der Südheimer-Platz selbst erscheint selber nicht besonders einladend. Die ehemaligen Betonpfeilern der B-14-Brücke hat man 2006 zu einem Wasserspiel mit Leuchtzylindern umgebaut. Ich hab’s nicht ausprobiert.

Wollte hier dann auch nicht weiter verweilen und dachte mir, ich suche mir einfach auf dem weiteren Weg eine Bank und setz mich da zum Mittagessen hin. War nicht ganz einfach, denn unglücklicherweise bin ich voll in eine Rentner-Wandergruppe reingeraten, die sich vermutlich auch den Blaustrümpflerweg ausgesucht haben.

Sowas hält mich natürlich nicht auf. Hab mich also durchgeboxt und sie meinen Staub schlucken lassen. Kurz darauf hab ich es mir dann auf einem Spielplatz gemütlich gemacht. Da hatte es sogar einen Tisch,

Einige Zeit später hat mich dann die Gruppe wieder überholt (siehe oben im Bild), ich hab Ihnen dann etwas Vorsprung gelassen, damit sie mich nicht nochmal blockieren. Bin dann aber doch etwas später nochmal auf einige Mitglieder der Gruppe gestoßen. Da hatten aber bereits die ersten begonnen, sich gegenseitig aufzufuttern. Da kommt davon, wenn man sich nicht im Zwischenlager mit Proviant eindeckt.

Der restliche Weg zu Gipfel war außer ein paar künstlich aufgestellter Limbo-Stämmen relativ ereignislos.

Oben angelegt, hat man auch hier wieder einen Klasse Ausblick. Den Fernsehturm mim Kopf in den Wolken hatte ich so auch noch nicht gesehen.

Langsam mach ich mich dann auch wieder an den Abstieg und wie auch schon bei den Stadtteil-Touren bin an der Hasenbergsteige auf eins der Graffiti gestoßen, das von den Netzen BW gesponsert wurde. Coole Aktion.
Bunte Blickfänge in Baden-Württemberg (netze-bw.de)

Mittlerweile bin ich doch dann froh, die Route verkehrt herum zu laufen, die Hasenbergsteige ist nämlich sehr viel angenehmer bergab. Garry , das Garten-Nasehorn stimmt mir zu.

Ich stimme zu.

Mit einem freundlichen Gruß an den „Bunten Hund“ von Stuttgart, der mich gekonnt ignoriert, kürze ich hier dann die Tour ab.

Eigentlich sollte mich der Rundkurs noch an Karlshöhe vorbeiführen und am Marienplatz enden. Ich steig aber lieber an der Schwabstraße in die S-Bahn ein, was mich am Ende einiges mehr an Zeit kostet, aber davon ein anderes Mal.

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Stuttgart Tour – Mos Eisley

Hach, das Mos.

Immer noch eine meiner Lieblingskneipen. Lag früher quasi auf dem Nachhauseweg. Und als das genaue Gegenteil zur Polizei, die sicherstellt, dass keiner betrunken unterwegs ist, haben wir sichergestellt, dass keiner zu nüchtern nach Hause geht. Hat sich angeboten, da jeder, der zur S-Bahn wollte, im Sommer an uns vorbei musste.

Drinnen sitzt man aber auch ganz nett. Hunde sind auch willkommen.

Was man garnicht erwartet bei einer Bar/Kneipe: die Küche ist richtig gut. Leckere Snacks, wie Wilde Kartoffeln, Falafels & Oliven. Aber auch „echte“ Mahlzeiten wie Burger & Käsespätzle. Sehr lecker.

Bonuspunkte gibt’s für’s Thema Star Wars:

Mos Eisley ist eine gesetzlose Stadt und einer der größten Raumhäfen des Wüstenplaneten Tatooine, die überwiegend als Zufluchtsort von Trampern, Dieben, Schmugglern und Schurken aller Rassen angesehen wird. (Jedipedia)

Die „Mos Eisley Cantina“ ist eine schummrig beleuchtete Taverne, die für ihre starken Getränke, heiße Musik und gelegentliche Ausbrüche schockierender Gewalt bekannt ist. Die meisten Sternpiloten, die Tatooine besuchen, verbringen ihre Freizeit in der Cantina, was sie zu einem idealen Ort macht, um die Besatzung eines Raumschiffs anzuheuern.

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Stuttgart Tour – Der Osten

Die Tour durch die Stadtteile neigt sich dem Ende zu.

Ich war in den letzten Wochen echt fleissig, fast jeden Tag draußen und hab Stuttgart unsicher gemacht, dabei hatte jeder Stadtteil irgendwie seinen eigenen Charm, außer der Osten, der ist tr-ost-los. Hehe, Späßle. Los geht’s.

Start ist diesmal der Bergfriedhof…

…und führt uns zu einer weiteren schönen Kirche Stuttgarts, der Lukaskirche. Wollte hier kurz mit Gott telefonieren, um mich über das Wetter zu beschweren. Ging aber keiner ran.

Also lasse ich von meiner App weiter durch die Straßen des Ostens lotsen und treffe kurz darauf auf ein vertrautes Kopfsteinpflaster. Hatte ganz vergessen, dass ich meine Lieblings-Kaffeerösterei auf die Route gesetzt habe. Die Schwarzmalerei. Den Schwarzmahler.

Auf Umarmungen und „High Fives“ musste ich leider verzichten. Selber Schuld, warum mach ich die Tour auch an ’nem Feiertag.

Weiter geht’s zum Ostenend-Platz, wo man sich quasi rundum durch den Kreisverkehr futtern kann. Den Osten-Kebab und den „4 Brothers Burger“ hab ich noch nicht ausprobiert. Zu Trinken gibt’s auch was.

Leider ohne Kohlensäure. Also weiter, vorbei an klassisch-römischen Graffiti…

Durch meine sherlockholmeserischen Fähigkeiten hab ich den Künstler ausfindig machen können: Jack Lack, der wohl auch rund um Stuttgart ein paar weitere Werke verbrochen hat, wie man auf seiner Instagram-Seite sehen kann. Mir sind da gleich ein paar Unterführungen bekannt vorgekommen.

Der Osten überrascht durch seine hohe Dichte an Sehenswürdigkeiten, so auch das weltberühmte „Maison de pissé“, aus dem frühen 18. Jahrhundert, eingeweiht von Ludwig XIV. höchst persönlich.

Von hier war ist man ein ganzes Stück unterwegs bis man in der Klingenbachanlage auf eine Nachbildung des ersten Stuttgarter Grenzstein trifft.

Hier war ich echt ein bißchen enttäuscht, dass es sich nicht um DEN erste Grenzstein handelt, also den Stein, den Herzog Liudolf von Schwaben 950 eingepflanzt hat um „Liudolf’s Ponyhof“(später umbenannt in Stuttgart) zu gründen.

Das nächste Highlight des Ostens: Das Schweinemuseum, dem ich auch noch einen Einzelbeitrag spendieren werde.

Das SchweineMuseum hat wie alle großen Museen in Stuttgart eine permanente Ausstellung und wechselnde Sonderausstellungen. Die Sammlung umfasst mehr als 50.000 Exponate und ist thematisch in insgesamt 27 Themenräumen untergebracht.

Ich finde es auch sehr nett, dass sie ihre Schweinchen frei rum laufen lassen. Alle bis auf Rüdiger, der is ein Arsch, also kommt er in den Schweineknast.

Das Nächste Wahrzeichen des Ostens im Stadtteil Gaisburg: Der Gaskessel, dieser steht als Technikdenkmal übrigens unter Denkmalschutz.

Der is schon hässlich. Vielleicht könnte man den ein bißchen aufpeppen. Wie „The Sphere“ in Las Vegas. Würde den Stadtteil echt aufwerten.

Nächster Halt: Merz Akademie. Ich glaube mich daran zu erinnern, dass ich es mal erwogen hatte, da zu studieren. Bis ich erfahren habe, dass das was kostet und (viel schlimmer noch) man ein Motivationsschreiben verfassen muss. Leute… IHR wollt doch, dass ich bei euch studiere. Ziemlich frech.

Auf dem Weg zur Villa Berg geht’s durch einen netten Park.
Hier hab ich den exakten Moment festgehalten, in dem mir bewusst wurde, dass ich Montag wieder arbeiten muss:


Egal. Nutzen wir die Zeit und beehren die Villa Berg mit unserem Besuch.
Die heisst übrigens so weil, sie eine Villa ist.
Auf einem Berg.

Bedauerlicherweise nahm der Besuch einer Grundschulklasse eine unerwartete und tragische Entwicklung. Die kleiner Racker hatten die Kiste mit den Acylfarben gefunden und sind Amok gelaufen. Das Resultat, unfreiwillige Farbakzente:

Hab mir nach diesem Schock überlegt, einen Zwischenstop im „Buschpilot“ zu machen. Leider saßen da schon Menschen drin, war also keine Option. Hab stattdessen ein Foto gemacht.

Also nichts wie weiter zum nächsten Wahrzeichen. Dem „Japanischen Garten“.
Hier findet wohl im Frühjahr auch das Kirschblütenfest statt, ich muss mal meine Kumpels beim japanische Honorarkonsulat fragen, wann genau.

Der Garten sieht grad ziemlich nach Baustelle aus, hab den Teil mal weggeschnitten.

Die Reise nähert sich dem Ende mit einem Vorbeischlendern an Schloss Rosenstein. Hab kurz die Homepage des Naturkundemuseums besucht und hätte richtig Bock drauf, demnächst mal reinzugehen.

Zu guter letzt hab ich dann noch in Cannstatt ein Schiff gekapert. Irgendwie muss man ja nach Hause kommen und gelaufen bin ich für heute schon genug.

Damit ist die Tour durch die Stadtteile vorerst beendet, ab jetzt kann ich mich auf Einzel-Events konzentrieren, wie Museen, Bars & Kneipen. 😉

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