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Kategorie: So oder so ähnlich

Bankgeschäfte

Folgende Geschichte hat sich so oder so Ähnlich abgespielt:

Die BW-Bank hat ihren gesamten Online-Auftritt überarbeitet unter anderem das Online-Banking. Früher hat man sich per Kontonummer angemeldet, jetzt über einen Anmeldenamen.
Vor einigen Tagen wollte ich eine Überweisung online tätigen. Natürlich hatte ich keine Ahnung mehr wie mein Anmeldenamen lautet.
Also am nächsten Tag zum Bankschalter.

Bankfräulein: „Guten Tag, wie kann ich ihnen helfen?“
Held: „Ich würde gerne meinen Anmeldenamen für das Online-Banking zurücksetzen.“
Bankfräulein: „Das brauchen Sie gar nicht, ich könnte das Passwort einsehen und Ihnen sagen.“
Held: „Ja cool, dann raus damit!“
Bankfräulein: Ihr Passwort lautet…. I_LOVE_TITTIES_69…
Held: 😳

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Die einen Monat andauernde, erzwungene Kreativpause, verursacht durch einen störrischen Aufzug

mach-die-tuere-auf

Folgende Geschichte hat sich so oder so ähnlich abgespielt:

Einen Monat ist es her seit dem ich das letzte mal was geschrieben habe.
Lag daran, dass ich am Pragsattel im Aufzuf festgesteckt bin.
Ja.
Einen Monat lang.
Das kam so:

Es war Freitag und der nächste Critical-Mass-Fahrradkorso stand an. Jetzt erlauben es einem die F…reunde von den Stuttgarter Straßenbahnbetrieben erst mit dem Fahrrad in der Bahn zu fahren, wenn die Apple Watch „8:30“ oder „Beweg dich du faule Sau“ anzeigt. Ich wollte nicht so spät in Geschäft kommen (schließlich muss ich ja auch früher gehen) und so musste ich schon mal ein bisschen Strecke machen, bevor ich in die Bahn einsteige. Ich fahr nämlich ganz sicher nicht mit meinem 50kg-3Gang-Fahrrad den Pragsattel hoch um dann im Geschäft wie ein Moschus-Ochse zu riechen.
Ich fahr also bis zum Feuerbacher Bahnhof, um da dann zwei Stationen mit der Bahn zu fahren, steige aus und möchte mir noch eine Fahrt mit dem Lift gönnen.
Ich schau mich erst mal um. Schließlich will ich ja keiner Frau mit Kinderwagen oder ’nem Typen im Rollstuhl den Aufzug wegschnappen. Doch die Luft ist rein. Also Lift gerufen, Türen gehen auf und ich nix wie rein. Leider war ich nicht schnell genug und so klemm ich mein Hinterteil (das Rad) in der Tür ein. Die Tür quietscht angestrengt und gibt sich dann meinen fetten Hinterreifen geschlagen. Hastig zwäng ich den Rest des Rades in den Aufzug aber es ist zu spät, die Türe verharrt (mit strafendem Blick) an Ort und stelle. Ich rede ihr gut zu, versuche sie zu ermuntern, nichts hilft. Rührt sich kein Stück… das Stück.
Verdammt.
Ich sehe mich schon selbst meine Kollegen anrufen und höre ihr Gegacker nachdem ich ihnen den Grund mitgeteilt habe, wieso ich zu spät / nie wieder zur Arbeit kommen kann.
Aber so schnell gebe ich nicht auf.
Ich versuche den Rauf-Knopf.
Nichts.
Ich fluche.
Nichts.
In der Ferne rollen die ersten Rollstuhlfahrer und schwangere Frauen mit Zwillings-Kinderwägen an.
Ich fluche erneut.
Ich hab echt keine Lust, mich am frühen Morgen mit schwangeren Rollstuhlfahrern und Kindern in Rollstühlen rumzustreiten. Also klettere ich über mein Rad und stemme die halb geöffnete (ich bin Optimist) Aufzugtüre mit meinen Stahlhakenarmen auf. Das hab ich mal in einem Film sehen. Verdammt, die schwangeren Kinder und die Zwillinge im Rollstuhl sind schon fast am Lift. Im letzten Augenblick drücke ich aus purer Verzweiflung einfach alle Knöpfe die der Lift so hergibt.
Heureka.
Wie durch ein Wunder schließt sich die Türe und ich erhebe mich im Schneckentempo (75kg Muskeln + 500kg-1Gang-Fahrrad) gen Obergeschoss.
Die wütende Meute auf* schwangeren Rollstuhlfahrer-Zwillingen hintermirlassend.
Oben angekommen stecke ich dann ein Streichholz in den „Türe öffnen“-Knopf.
Soll niemand sagen, ich hätte keinen Sinn für Humor.

*hier wollte ich eigentlich „aus“ schreiben, hab dann den Fehler allerdings doch nicht korrigiert.
Sind ja noch genug andere da.

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Ich bin nicht gut im Blasen

Folgende Geschichte hat sich so oder so Ähnlich abgespielt:

Boa, der Titel allein bringt mir wahrscheinlich eine Million Klicks ein.
Schmutzige, schmutzige Google-Klicks, aber ich muss ja auch irgendwie meine Brötchen verdienen. Da kann man nicht wählerisch sein. Muss mich nur dran erinnern, nach 10 Jahren endlich mal Werbung hier zu schalten.
Worum’s eigentlich geht… ich wollte eine Superman-V-Batman Rezession schreiben, aber der Schmerz ist leider immer noch so groß… er war nämlich nicht wirklich gut. Deswegen hab ich a weng gehirnt, was ich denn sonst noch so zu digitalem Papier bringen könnte.Da is mir die kurze Liäson mit meiner neuen Luftmatraze eingefallen.
Ich hab mir eine Luftmatratze gekauft, weil ich auf Abeid übernachten musste, damit ich um 4.00 Uhr nachts bei der Ski-Ausfahrt den Bus erwische und ich zu geizig für ein Taxi war. Jedenfalls hatte besagte Luftmatratze eine – Pusteöffnung nenn ich das mal – die ohne Luftpumpe nicht aufzupumpen ist.Aus irgendeinem Grund hat der Designer die Matratze nicht nur mit einer riesen Pusteöffnung (a.k.a Blaseloch) versehen, nein er hat selbige noch mit einem Pusteöffnungen-Schutzring umgeben, um ungewollte Puste-Angriffe abzuwehren. Man kommt mit den Lippen einfach nicht an die Pusteöffnung ran.

pusteloch1
Jetzt schau ich ja öfters Arte und 3sat und da kommen dann immer so Tierfilme.
Mit Affen und so.Die benutzen Werkzeuge.
Dacht ich mir: „kannste auch!“.
Also hab ich mir aus Druckerpapier eine Pusteöffnungen-Schutzring-Umgehungs-Vorrichtung gebaut.
pusteloch2Das hat auch prima funktioniert.
Für 15 Minuten.
Dann hab ich Sternchen gesehen und bin ich ohnmächtig geworden.
So konnt ich dann bis zur Abfahrt des Busses noch ein kleines Nickerchen machen.

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Die Banane

Es gibt nur ein Gebot:
„Sei kein Arsch.“
Leider haben viele Menschen noch nie was davon gehört.

Folgende Geschichte hat sich so oder so ähnlich abgespielt:

Stand letztens wie fast jeden Tag morgens an der U-Bahn halte stelle und warte auf die Bahn.
Paar Meter weiter ist so ’n kleiner Halbstarker seine Banane.
Nach dem er fertig ist, schmeißt er sie vor sich runter auf die Gleise.
Ich hasse sowas.
Ich bin alles andere als ein ordentlicher Mensch, aber ich schmeiße meinen Müll nich einfach auf die Straße, besonders dann nicht wenn ein paar Meter weiter ein Mülleimer steht. Ich krieg schon immer ’nen Hals wenn ich am Morgen Slalom um Flaschen und sonstigen Müll laufen muss, weil irgendwelche Idioten sich aus Schiss vor ihren Eltern draußen besaufen und ihren Scheiß nicht wegräumen. Da wär echt mal eine rektale Maßnahme fällig.

Zurück zum Bananen-Typen. Natürlich macht mal wieder keiner das Maul auf. Ich auch nicht. Denk mir, wenn der Vollidiot es mit seinen 17 Jahren nicht gerafft hat, dass es ein paar Dinge gibt, die man einfach nicht macht (das Wegwerfen von Bananenschalen ist tatsächlich eine Ordnungswidrigkeit), dann is es jetzt auch zu spät. Eine Dame neben mir sieht das anders und stellt ihn zu Rede. Der Typ kapiert gar nicht, warum sie sich aufregt und meint nur sie soll sich um ihren eigenen Scheiß kümmern.

Jetzt wird’s mir auch zu viel. Ich klär ihn auf, dass nun wahrscheinlich ein 95 jähriger Bahnmitarbeiter gezwungen ist, sich zu bücken und und die Schale für ihn aufräumen muss. Woraufhin er entgegnet, dass die Bananenschale niemand aufräumt und sie schließlich ja verrottet. So wie bei ihm zu Hause die schmutzige Wäsche und das dreckige Geschirr verotten. Ich frage ihn dann, ob er weiß, wie lange das dauert. Er weiß es nicht. Ich schon: es sind bis zu 5 Jahre (Danke, 5000-Fakten-ueber-Bananen.de).

Jetzt denkt man… okay… der Typ ist halt ein Idiot, aber ein Einzelfall… der Großteil der Menschheit besteht ja aus vernunftbegabten Menschen. Da muss ich euch enttäuschen. Jetzt mischt sich nämlich eine komische Alte ein und meint, wie sollen doch nicht immer auf die (geistes-)Schwachen los gehen, wir hätten uns ja nicht getraut was zu sagen, wenn der Typ ein muskelbepackter Bodybuilder wäre. WHAT? Ich darf Leute also nur noch blöd anmachen, wenn sie größer sind als ich ? Wir haben dann eingesehen, dass man mit den Leuten eh nicht vernünftig argumentieren kann. Dann kam die Bahn und die Frau, die sich über die illegale Bananenschalen-Entsorgung beschwert hatte, hat es auf sich beruhen lassen.
Ich NICHT.
Kann ich nicht.
Hab mich krank gemeldet.
Hab den Typen den ganzen Tag beschattet.
Hab vor seiner Schule gewartet.
Hab ihn bis nach Hause verfolgt.
Habe alle Biotonnen der Straße vor seiner Haustür ausgeleert und zu guter letzt den Müllberg noch mit einen riesigen, dampfenden Haufen gekrönt…
…VEROTTET JA, DU ARSCH!!!
banana

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Held VS Zahnbürste

Folgende Geschichte hat sich so oder so ähnlich abgespielt:

Jeder Held braucht einen Erzfeind. Meiner ist eine elektrische Zahnbürste. Oder sagen wir, es war. Letzten Endes hab ich natürlich gewonnen. Aber es war kein leichter Kampf. Sonst wär `s ja auch langweilig…

Kapitel 1 • Prolog
Ich bin ein sehr gewissenhafter Zähneputzer. Egal wann und wie ich heimkomme, ich putze mir immer die Zähne. Wie sei jetzt mal dahingestellt.. Zu diesem zweck hab ich eine elektrische Zahnbürste. Weil `s total futuristisch ist und ich eine faule Sau bin. Leider gibt neben Rasenmäh- und Staubsauger- noch keinen Zahnputzroboter. Jedenfalls hat mich Bürsti Jahre lang treu begleitet, aber meistens sind es ja dann genau die, die einem judasmäßig in den Rücken fallen.

Kapitel 2 • Unheil bahnt sich an
Jedenfalls will ich mir abends die Zähne putzen und die Saubürste geht nicht an. Und ich hab morgen einen Zahnarzt-Termin. Und noch Essen zwischen den Zähnen. Wieso musste auch auch Döner und Marmorkuchen zum Abendessen essen. Beim Gedanken daran, was die Zahnarzthelferin für ein Gesicht macht wenn ich meinen Mund zur professionellen Zahnreinigung öffne, muss ich ein bisschen kichern aber ich werde schnell wieder ernst. Ich MUSS mir die zähne putzen. Und nein ich habe keine manuelle Zahnbürste. Wir leben in einer bürstenlosen post-apokalyptischen Welt. Das steigert die Dramatik der Geschichte. Ich stell die Bürste also mal ins Ladegerät nach dem Gutzureden und Anschreien nicht funktioniert hat… Vielleicht hat sie ja auch einfach nicht genug Saft… Also schlafe ich eine Nacht drüber und träume davon, wie mir diese kleinen Krokodil-Putzervögel in den Mund fliegen und mir die Marmorkuchenbrösel aus den Zähnen picken. Bleibt natürlich bei einem Traum. Am nächsten morgen wache ich mit meinem ekelhaften Geschmack im Mund auf. Wundert mich eigentlich, dass sich die Faulgase nicht einzündet haben. Mit zitteriger Hand betätige ich den Knopf der elektrischen Zahnbürste…

Kapitel 3 • Showdown

Mit zitteriger Hand betätige ich den Knopf der elektrischen Zahnbürste…
…und sie funktioniert tatsächlich. Ein Wunder. Ich putze mir also die Zähne mit meiner wieder zum Leben erwachten elektrischen Zahnbürste. Ganze 10 Minuten, bin so glücklich, dass ich ganz die Zeit vergesse, aber letzen Endes ist jeder Spaß mal zu Ende und ich drücke denn Ausknopf.
Nichts tut sich.
Also eigentlich tut sich schon was… die Bürste brummt nämlich weiter vor sich hin. Was soll das denn jetzt? Ich hab keine Zeit für den Scheiß. Ich drück also weiter auf den Tasten rum, ist der Bürste scheißegal. Akku kann ich nicht rausnehmen, ist fest verbaut. Wieder an der falschen Stelle gespart.
Kommt mir das nur so vor oder wird die immer lauter. Die verspottet mich! Fehlt nur noch, dass die Nachbarn klingeln, weil sie denken mein Monstervibrator hat sie aus dem Schlaf gerissen. Also greife ich zu härteren Maßnahmen. Ich geh in die Küche, hole mir ein Steakmesser und ramme es der Bürste in ihre Achillesferse – dem weichen Teil, an dem EIGENTLICH ein- und AUSschaltet.
Das Ding ist zäh, aber nach einigen Hieben gelingt es mit die Schale zu knacken und ein kleines Loch ensteht. Leider schaffe ich es auch mit wilden Rumgestochere nicht, das Ding kurz zu schließen.
Momentmal… kurz schließen… das Ding funktioniert ja immer noch mit Strom… lass ich doch einfach mal Wasser reinlaufen, ein Loch ist ja drin. Ich versuche also meine elektrische Zahnbürste zu ertränken und lege sie in das gefüllte Waschbecken. Und was macht die Bürste? Denkt gar nicht dran, ihr Leben auszuhauchen sondern nutzt das Waschbecken als Resonanzkörper um jetzt doch wirklich jeden im Haus über meine morgendlichen Aktivitäten zu informieren. Klar könnte ich jetzt aufgeben. Ich könnte das Teil in eine Decke einwickeln und einfach vor sich hinbrummen lassen, bis der Akku alle ist. Oder ich könnte sie auf dem Weg zum Zahnarzt in den See werfen. Da bin ich leider zu dem Zeitpunkt nicht drauf gekommen. Stattdessen raffe ich meine letzten Kräfte nach einem mittlerweile stuuuuundenlangen Kampf zusammen und ramme der Rasputin-Zagnbürste ein letztes Mal das Messer rein.
Ein letztes Aufbäumen.
Dann.
Stille.

rasputinbuerste

Ich habe gesiegt. Der Mensch triumphiert über die Maschine.
Hab mir mittlerweile eine neue Zahnbürste bestellt.
Die alte werd ich behalten und sie neben die neue stellen.
Als Mahnung.

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