WIZO live in Stuttgart

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Am Donnerstag hab ich dieser ganzen Konzertsache noch mal eine Chance gegeben. Ich war ja vom Blink182-Konzert etwas enttäuscht, wollte so schnell eigentlich nicht mehr auf ein Konzert gehen, aber dann war noch ’ne Karte übrig und im beschwipsten Zustand hab ich mich breitschlagen lassen. Mmmmh, wenn ich ’s recht bedenke, gab’s eigentlich recht wenig Gegenwehr meinerseits. Aber hei, erzählt’s nicht weiter, wer weiß zu welchen Schandtaten ich mich sonst noch überreden lasse.

Jeeedenfalls… man lernt ja aus seinen Fehlern und deswegen habe ich diesmal ein paar Sachen anders gemacht:
1. Ich hab ein paar Bier getrunken
2. Wir haben uns recht nach vorn gestellt.

Wer WIZO jetzt nicht kennt, es handelt sich hierbei um eine Punk-Band ausm Raum Stuttgart, Sindelfingen glaub ich. Hatten sich aufgelöst, sind jetzt aber wieder da und gaben ihr erstes Konzert der Tour in Stuttgart.

Punks sind aber auch nicht mehr das was sie waren:
Keiner hat mich angeschnorrt.
Wenn dir einer aufn Fuß tritt, entschuldigt er sich.
Die trinken Weißwein-Schorle.
Einer hat mich gefragt ob er neben mir rauchen darf.

Natürlich waren auch diesmal wieder viele Menschen auf einem Haufen und dann sind natürlich wieder ein paar Troddel dabei. Ich möchte mich aber diesmal nur auf ein Mädel beschränken, die ’n Jutebeutel um hatte, auf dem sie mir erklärt hat (weil ich ein carnivores Macho-Schwein bin), was es bedeutet, vegan zu sein. Der Text auf ihrem Beutel lautete:
„VEGAN means I don’t eat, wear or exploit other beings.“ (Haha, hab das sogar online gefunden. Hier.)
Leider hatte ich mein „I don’t fucking care“-T-shirt nicht an.
Mir persönlich is ja bums, was die alte in sich reinspachtelt, aber ich hab echt ein Problem, dass man mir auf diese Weise ein schlechtes Gewissen machen will. Das is wie, wenn meine Nachbarn mir meinen Rasenmäher klauen und meinen Rasen mähen. Aber das is wieder ’ne andere Geschichte. Ich schweife ab… Veganer-Jutebeutel-Schnalle… genau… Hat mich dann wieder mal zu einem Shirt inspiriert:
„ROCK ‚N ROLL means I eat, wear and exploit (sometimes sexuallly) other beings.“ (oder „Mach dich logger, is ’n Schnitzel“)

Ach ja, über das Konzert wollte ich ja auch noch was schreiben. Vorgruppe war Schmutzki eine sehr sympatische, junge Band, ebenfalls aus Stuggi. Die haben ein paar gute Lieder gespielt, mein Favorit war das hier

Dann ging’s mit WIZO los und neben Klassikern haben sie natürlich auch Lieder von ihrem neuen Album gespielt, dass man sich hier auf Youtube umsonst anhören kann.

Was mich dann aber auch hier wieder erstaunt hat, es gibt bei (dieser Art von Konzerten) nur zwei Bewegungs-Modi bei den Leuten. „Stock-im-Arsch“ und „Total-bekloppt-abspacken-Pogo“. Irgendwas dazwischen wär auch nett gewesen, aber was soll’s. Jedenfalls war’s ein gutes Konzert, ich hatte meinen Spaß und bin Konzerten nicht mehr völlig abgeneigt. Mein Nacken und meine Knie wären, da vielleicht anderer Meinung, aber die sollen mal schön ihre Fresse halten.

Und dann wär da noch das Lieder des Abends, auch das schreit nach einem Shirt, vielleicht nächste Woche, hab mein Zeichentablett auf Arbeit gelassen.

P.S. Nein, ich kann auf Fotos nicht normal kucken.
Ich hab das „photogene Gesichts-Spasmus-Syndrom“.
Ich hab ’n Attest.

Vom wild pinkeln und eis kübeln

Nicht zu verwechseln mit wild kübeln und Eis pinkeln.

1. Wild pinkeln a.k.a wild widdling
Auf ’ner Kneipentour kann schon mal die Blase drücken. Blöd nur, wenn es einem nicht mehr auf die nächste Toilette reicht und man den Stuttgarter Osten unter Wasser setzt. Als Sahnehäupchen gibt’s dann noch ein Knöllchen von der Polizei, die sowas natürlich sofort „riecht“ und einen über Gartenzäune und Vorgärten jagt.
Haben die nichts besseres zu tun?
Bleibt dann nur noch abzuwarten wie viel der Spaß kostet. Möglich is alles von 10,20,100 bis zu 5000€. Letzteres setzt allerdings voraus, dass man mit einem Strahl den Hattrick von Polizist, Kinderspielplatz und indianischer Begräbnisstätte schafft.
Und nein Mamma, ICH bin nicht erwischt worden. ICH bin in der Kneipe 10 Meter weiter auf’s Klo, denn ich bin k.lu.k.

2. Eiskübbelwettbewerb bzw. „Ice Bucket Challenge“
Wieder eine Form der Faceboob/Twitter-Krätze.
Habt ihr bestimmt schon gesehen. Auf Facebook oder Twitter oder Galileo. Wieder nominiert man jemanden der irgend ’nen Scheiß machen muss, in diesem Fall sich einen Eimer eiskaltes Wasser drüber zu Schütten. Sind auch gleich ein paar Promis aufgesprungen und alle machen fleißig mit. So ’n Lemmingverhalten geht mir ja immer mächtig auf den Sack. Was ich erst später rausgefunden habe und was man auch leicht übersehen kann: das ganze hat eigentlich einen ernsten Hintergrund. In den Videos ist nämlich oft von „ALS Ice Bucket Challenge“ die Rede. Was zum Teufel ist „ALS“? Kein Problem, gibt ja Internet. Bin dann auf folgendes Video gestoßen:

Hier wurde jemand herausgefordert, der seine Mutter an diese Krankheit (Amyotrophe Lateralsklerose, Wikipedia) verloren hat. Makaber.
Jedenfalls lehnt er die Challenge ab und wählt die Alternative, 100$ an alsa.org zu spenden UND er erklärt was an der Krankheit so erschreckend ist. Mein begrenztes medizinischen Wissen würde es mit Multiples Sklerose vergleichen, bei der man auch nach nach und nach die Kontrolle über seine Gliedmaßen verliert, aber geistig noch völlig fit bleibt. Bei ALS kommt noch hinzu, dass man wohl dann auch irgendwann die Fähigkeit zu schlucken und zu atmen verliert.
Da hat es meiner Meinung nach einfach ein bissel „ein G’schmäckle“, wenn man lustige YouTube-Videos drüber macht und die Häfte der Kids, die das anklicken, nicht mal wissen, um was es da geht. Das ganze wird von der „ALS Association“ auch unterstützt, bringt Spendengelder (Promis lassen sich eisduschen und zahlen trotzdem, Conan O’Brian zumindest) und schafft ein Bewusstsein für die Krankheit, aber der fade Beigeschmack bleibt.
Verdammt. Jah.com wird erwachsen und beschäftigt sich mit ernsten Themen. Der nächste Beitrag wird wieder garantiert sinnfrei, versprochen
😉