Held auf großer Fahrt – <br/>Tipps für eine entspannte ICE-Fahrt

Ich hatte kürzlich das vergnügen mit der deutschen Bahn zu reisen. Sogar mit ’ner schnellen, dem ICE. Ich verreise sehr selten und so war ich doch ein kleines bissel aufgeregt, als gestern eine erste große Zugfahrt ohne Erziehungsberechtigen anstand. Reservieren und buchen musste ich zum Glück nichts, dass haben meine fleißigen Bienchen für mich übernommen. Sachen organisieren is nich so meins. Jedenfalls bin ich ein echter Reise-Noob, blicke das mit den Flüssigkeiten beim Fliegen immer noch nicht und hab auch gestern einiges falsch gemacht. Ich teile jetzt einfach mal meine Erkenntnisse, die ich gestern gesammelt habe, seien es durch meine Fehler und die von anderen.

Reservieren
Sollte man machen, bekommt man doch einen garantierten Sitzplatz. Das bietet sich gerade bei längeren Fahrten an. Kostet 4€. Wahlweise kann man sich auch für 4€ ein Bier kaufen und sich ins Bistro setzen, so lang man will. Hat’s da Sitzplätze? Keine Ahnung, ICH hatte eine Reservierung.
Als letzte Alternative bietet sich ein Ort an, der immer einen freien Sitzplatz bietet. Hier muss man natürlich auf einen Fensterplatz verzichten und zieht möglicherweise den Unmut der Mitpassagiere auf sich.
Die Toilette. Ein guter Platz für ein Nickerchen oder ein gutes Buch.

Koffer im Gang
ICE-Gänge sind scheiß-eng. Ich hatte gestern nur einen Rucksack, aber auch da war ein durchkommen nicht einfach. Ich empfehle so spät wie möglich einzusteigen oder noch am Eingang zu warten, bis sich die Trottel alle gesetzt haben, die keine Ahnung hatten wo sie sitzen. Trottel wie ich.

Pünktlichkeit
Ich hab panische Angst meinen Zug/Flug zu verpassen, liegt wohl an einem Vorfall in Polen. Deswegen war ich gestern eine halbe Stunde vor Zugabfahrt am Bahnsteig. Ich weiß nich ob alle ICEs so früh einfahren, wahrscheinlich schon… wenn sie pünktlich sind. Pünklichkeit zahlt sich aus, besonders dann wenn man doch vor hat dumme Fragen zu stellen, wie „Wo ist denn Wagon 1?“

Internet
Internet kostet, auch wenn man ein ganzes Abteil bucht. Finde ich ziemlich dreist. Besonders dann, wenn man über’s normale Netz kaum eine Verbindung kriegt. Aber man kann sich ein paar Stunden auch mal anders beschäftigen. Mal wieder in Buch lesen, oder so. Terry Pratchett’s „Dodger“ zum Beispiel.

Frische Luft
Fenster sollte man im ICE nur im Notfall aufmachen/einschlagen.

Schlafende Mitfahrer
Erdnüsse in den Nasenlöchern haben sich als bewährtes Mittel bei schnarchenden Sitznachbarn erwiesen.

Preisgarantie
Nach einer ICE-Fahrt kann man sein Geld zurück verlangen, wenn man keine 300km/h erreicht hat.

Entertainment
Wenn man sich auf dem Laptop Hardcore-Pornos anschaut, ist darauf zu achten, Kopfhörer zu verwenden oder zumindest den Lautstärke-Regler auf den kleinstmöglichen Wert einzustellen.

Urlaubstagebuch: der Rest

Nach ’ner Woche Urlaub schleicht sich so langsam die Routine ein.
Nich mehr vor 12 aufstehen. Rumgammeln.
Ein paar Highlights gab’s dann doch noch.

Riesenrobotter
Am Freitag war ich in „Pacific Rim“.
Der kommt mir als BluRay her.
Mein lieber Scholli.
Was besonders geil war:
+ Riesenroboter
+ Ellenbogen-Rakete

+ keine Schnulze mit reinverwurstet
+ kein „die Army rettet die Welt“
+ der Soundtrack

Das einzige was mir gestunken hat:
– die deutsche Übersetzung
– wieso hat Deutschland keinen Jaeger, ich weiß wir liegen nich am Pacific, aber wenn jemand geilen Scheiß baut, dann wohl wir… naja, vielleicht bekommen in der Fortsetzung die zwei deutschen Nerds ’nen eigenen Roboter.

Also ich glaub bin noch nie solang in ’nem Kinofilm gesessen und dabei gegrinst wie ein Irrer.
AWESOME!

Pfandpirat
Irgendwann gehn auch die größten Vorräte an Chicken McNuggets, Maultaschen und Fertigpizza zur Neige. Dann muss man wieder mal einkaufen. Also runder zum REWE. Einkaufswagen randvoll gemacht und ab zur Kasse. Und bloß nicht vergessen, den Pfand-Bon abzugeben. Zahlen und ab nach Hause. Dann werd ich aber doch ein bissel stutzig. Im Kopf überschlagen, hab ich zu wenig bezahlt. Also kuck ich zum ersten mal in meinem Leben auf den Kassenzettel. Und siehe da. Anstatt meinen 3 Sprudelflaschen stehen über 50 Flaschen auf dem Bon. Da es für jede Flasche nur 8 Cent gab, nehm ich mal an es waren Bierflaschen. Ich hab also höchstwahrscheinlich ’nem Penner seine Ersparnisse geklaut. Keine Ahnung wie ich das angestellt habe.