Stuttgart Tour – Straßenbahn Museum

Letzen Dienstag hab ich ein paar Kollegen in Untertürkheim besucht und da das Mercedes-Museum grad ums Eck liegt und ich da umsonst reinkomme (bin super dicke mim Ola), wollte ich das Museum auch von der Liste streichen. Ich war zwar schon oft, aber noch nie im offiziellen „Stuttgart Tour“ Auftrag.

Als ich die Treppen hochlaufe, hab ich mich schon gewundert, warum so viele Leute vor der Türe stehen. Bis ich erkannt habe, dass die in der Warteschlange stehen. Und ich so „Nö“.

Also hab ich mir überlegt, was man in der Gegend sonst so machen kann und da ist mir das Straßenbahn Museum eingefallen. Da war ich schon mal während der „Langen Nacht der Museen“.

Diesmal war weniger los und so konnte ich mir ein bißchen mehr Zeit lassen.

In einem Wagon lief sogar ein Film, hätte ich hier gerne verlinkt, hab ihn aber leider nicht gefunden. Aber der hier kommt nah ran:

Ansonsten hab ich gelernt, dass es mal mit Pferden anfing, dass die „Elektrifizierung“ noch vor 1900 stattgefunden hat und die Straßenbahn schon recht früh nach Gerlingen fuhr.

Was es mit dem sogenannten „Euter-Schutz“ auf sich hat, konnte ich leider nicht rausfinden und es war mir zu peinlich zu fragen.

Ein weiterer Schnappschuss, diesmal aus dem Home-Office 1949.
Jo, kein Mac Book und höhenverstellbarer Schreibtisch. Oder ’ne Klima. Oder Fenster…

Ach ja, bin in die 60er war es noch erlaubt in der Straßenbahn zu rauchen, jetzt darf man nichtmal mehr ’nen Döner essen. (Gottseidank.)

Hier noch ein paar Bilder für die ich mir keinen Text ausdenken wollte…

Zu Guter letzt hat mich noch das Pferd am Ein/Ausgang angesprochen. Ich hatte das Gefühl, dass der Gute sich schon den ein oder anderen Dübel genehmigt hatte.

DUUUUUUUUUUUUUUDE….

Hab mich dann breitschlagen lassen und ein Foto mit ihm gemacht. Fand der Museums-Sicherheitsmann ned so geil…

Stuttgart Tour – Schweine Museum

Hatte bei der Stuttgart-Ost Tour schon einen kleinen Abstecher am Schweinemuseum gemacht, diesmal bin ich auch reingegangen.

Da ich am „frühen“ Morgen nicht im Stande war, die Öffnungszeiten richtig zu lesen, hab ich mir erst mal 10 Minuten die Beine vertreten und die Schweine-Exponate im freien begutachtet.

Die nette Frau an der Kasse hat mich dann für 6,90€ reingelassen und hat mir noch die Bitte mitgegeben, nicht auf den Schweinchen zu reiten. Scheint wohl öfters vorzukommen.

Das Schweinemuseum beinhaltet 50.000 Schweinchen auf 800 m² in 27 Räumen, kam mir aber eher wie 50.002 vor, aber wer zählt schon mit. Direkt am Eingang geht’s los mit den Schweinereien…

Im nächsten Raum hab ich gelernt, dass die Deutschen zu den Top-Schweinefleischessern gehören. Angeblich 53 Kilo/Jahr in 2005. Glaubt man ChatGPT und dem BLE sind wir immer noch auf Platz 4, der Verbrauch ging aber auf ca 30 Kilo zurück.

Weiter geht’s durch den Wildschweinwald…

…und vorbei an etliche Regalen, schließlich müssen die 50.000 Schweinchen irgendwie untergebracht werden.

Den einen oder anderer Schweinkram findet man auch…

…neben ein paar Räumen von denen man Alpträume bekommen könnte.

Zum Glück gibt’s noch ein paar Räume. die in bißchen entspannter sind. Ich fürchte aber trotzdem, dass ich die nächsten Tage von Schweinen träumen werde.

Das Ende macht Luise, das Polizei-Wildschwein das in den 80ern die Polizei beim Drogen und Sprengstoff aufspüren unterstützt hat.

Zur Seite der Schweine-Museums: https://www.schweinemuseum.de/

Stuttgart Tour – Obertürkheim

Was lange währt…
…nach 2 Jahren Stuttgart Tour, hab ich es diese Woche geschafft, den letzten Stadtteil – Obertürkheim – zu besuchen.

Wie auch Untertürkheim ist auch Obertürkheim vom Weinbau geprägt. Das fängt schon damit an, dass man keine 5 Meter laufen kann, ohne über eine Winzerei zu stolpern, zaiß im Ort selber oder in den Weinbergen.

Nachdem ich also noch an ein paar mehr Weingüter vorbeikomme, die mich nicht dafür bezahlen, dass ich sie erwähne, erreiche ich die Petruskirche.

Die Kirche hat einen sehr schönen Kirchturm und zeigt mal wieder, dass es nicht auf die Höhe des Turms ankommt. Sondern auf die Dicke. Und wie laut die Glocken läuten.

Dann geht’s ab in die Weinberge, bei dem Wetter eine wahre Freude, auch wenn es stetig bergauf geht. Warum wird „es geht bergauf“ eigentlich als etwas positives aufgenommen und „es geht bergab“ als etwas negatives? Macht sogar keinen Sinn. Aber egal. Die Aussicht lohnt sich.

Beim Abstieg war Komoot mal wieder sehr kreativ. Hier passt ja noch alles…

…spätestens hier wird es dann doch ein bißchen abenteuerlich.

Ein bißchen mehr Eis / Schnee und ich hätte mich einfach mit Anlauf auf den Bauch schmeissen und den Rest des Weges runter schlittern können. Direkt nach Ulbach. Direkt rein in die Maultascherei.

Ich hatte dann noch eins der ältesten Gebäude Ulbachs auf der Liste, aber wie so oft packen die Leute immer die Orte ein , die ich besuchen möchte…

Hier findet man ein paar mehr Fotos der Weinkellerei Konzelmann ohne Gerüst.
In der Stadtmitte von Ulbach finden wir das alte Rathaus…

…das gerade renoviert wird. Konnte also heute nicht drin heiraten, also hab ich mich mit einem alten Kumpel vorm Weinbaumuseum getroffen und in Erinnerungen geschwelkt.

Dabei ist uns aufgefallen, dass Ulbach wahrscheinlich das hingeschludertste Wappen der Geschichte der Wappologie hat. Nach dem Motto: „Das passt erst mal so, das ändern wir später“. Fast 400 Jahre später:

Danach geht’s zurück Richtung Obertürkheim, wieder über die Weinberge. Dabei komme ich noch an der Ulbacher Hodenquetsche vorbei.

Hier werden seit dem 16 Jahrhundert Männer gezüchtigt, die den Motor aufheulen lassen, Frauen in der Disko an den Hintern fassen und ständig erzählen, dass man ja heute „gar nichts mehr sagen darf.“

Das letzte Highlight der Tour bildet das alte Ulbacher Pfarrhaus. Oder besser die Plakette daran.

Ursprünglich als Weingärtnerhaus Ende des 17. Jahrhunderts erbaut, wurde das Haus 1708 von der Gemeinde gekauft, um dem Pfarrer eine ordentliche Unterkunft zu bieten.

Zum Haus gehörte ein Wasch- und Backhaus sowie ein großer Garten. Im großen, gewölbten Weinkeller wurde ein Teil der Entlohnung des Pfarrers gelagert: 3 württembergische Eimer Wein, etwa 900 Liter pro Jahr.

Der Pfarrer:

Bonus Empfehlung:
Trailer Park Boys: https://www.netflix.com/title/70153385 (12 Staffeln)