Arschlochmagnet

Was ist das nur?
Grad fast eine auf’s Maul bekommen, weil ich mich auf die falsche Bank gesessen hab…
Aufm Heimweg von der Arbeit. Straßenbahnhaltestelle. Vier Plätze. Assi sitzt mit seiner alten in der Mitte. Setz mich auf einen freien Platz. Kopfhörer drin. Mukke. Seh ausm Augenwinkel wie mich der Typ anblubbert. Ignorieren. Blubbert weiter. Holt zum Schein aus. Kophörer raus. Kuck ihn an. Was mir den einfällt, mich neben ihn uns seine Frau zu setzen. Soll mich wegesetzen. Zu dem Zeitpunkt is mir schon klar, dass neben mir ein echter Psycho sitzt. Mit solchen kannst du nicht vernünftig reden. Alles was du sagst ist falsch und bietet dem Typen ’n Grund dir eine aufs Maul zu hauen. Nachdem er dann anfängt an meinen Kopfhörern rumzuzupfen, steh ich auf, lauf zwei Schritte und setz mich auf eine Bank, die zur anderen Fahrtrichtung gehört.
Nur Spasten unterwegs ey…

10 Jahre JustAnotherHero.com

10-fucking-jahre

Als ich vor 10 Jahren (verdammt) mitten in meiner Ausbildung zum „Staatlich geprüften Informatiker für Medien und Kommunikation“ war, kam mir die Erkenntnis, dass ein Informatiker auch unbedingt eine Webseite braucht. Acht Jahre hatte ich meinen Alltag in meinen Agendas festgehalten. Analog. Zeit den Schritt ins digitale Zeitalter zu wagen.

Am Anfang haben ich den HTML-Code noch von Hand geschrieben und musste jedes Mal per FTP-Programm manuell die Text- und Bilddateien hochladen.Ein halbes Jahr später würde ich dann auf WordPress umsteigen, einem Content-Management-Tool bei dem man dann bequem die Inhalte über den Browser pflegen kann. Seit dem Tag hab ich 2.135 Beiträge geschrieben und 140.000 Klicks abstauben können, das sind fast 1000 Klicks im Monat. Nicht schlecht.

In den ganzen Jahren sind mir ein paar Rubriken besonders ans Herzen gefallen. Bei dem roten Text handelt es sich um sogenannte Links und die kann man anklicken.

Gekritzel – Name sagt ja schon alles.
Heldenküche – Rezepte für Nichtköche
So oder so ähnlich – Geschichten die sich so oder so ähnlich abgespielt haben.
Bad Movie Friday – Schlecht Filme kucken
Burger Blog – Burgertesten in Stuttgart
Heldensenf – Hauptsächlich Filmkritiken
Wordtour – Reiseberichte von Länden in denen ich schon war / von denen ich gehört habe

Desweiteren hab ich mir in der letzten Woche die Mühe gemacht und hab mich bis zu meinen Anfängen durchgeklickt um meine Top-Beiträge für jedes Jahr rauszusuchen…
Hier sind sie:

2005
Beziehnungsdrama
Was Frauen wollen
Perkins Park
Pizza tut weh
Bad Taste Shopping
Held VS Kunst
Taubenkrieg
Paralyzzzer 2000

2006
Super Mario
ROFL & LOL
Hasen-Hausschuhe
Kinoregeln
Rosinen-Ninjas
Wie das Internet erfunden wurde
Nachtprogramm
Coke für Pussies
Du bist Kunst
Held VS Spinne
Ich bin ein Stuhl
Suche Job
Cochones
High Five
Milch für Mädchen, Milch für Jungs
Handball 1990
Sprüh ihn ein Baby
Person of the Year
Fresse da vorne!

2007
Geständnisse
Mein Pornoname
Der Augenbrauen-Ripper
Die Schildkröte
Betriebsfeier-Knigge
Kannsch des grad bidde nommal saga
10 Dinge…
Der Herpes-Mann

2008
Tonight We Dine In Hell
Wie ich die Käsehäppchen erfand
Monday-Morning-Money-Massacre
Profilaktische Krankmeldung
Die Schnitzel-Diät
Von Tangas und Hahnenschlägern
Gute Namen, schlechte Namen
Zum alten Eisen
Geld VS Liebe

2009
talienisch Lernen
Pussyrülpsbrausesondereinsatzkommando
Schokopudding
Das Schinkendefizit
Schweinegrippe
Von der Sonne wach geküsst
Unsere Parteien: CDU, SPD, FDP, Die Grünen, Der Rest
33 Dinge

2010
Vimpire Diarrhö
Just got lasered
Vulkane stinken
Heavy Metal
e-Etiquette
Hero of the Month – Steven Slater
Stuttgart 21
I love the Popo
Dekadenz
Morgenlatte

2011
Mim REWE kann man es ja machen
elefantenwasser
Nachricht an mein Zukunfts-Ich
Klogespräche
Klogeschichten
Sie hat ’nen Freund
Move
Zu Besuch bei Fischensens
Männer hamms nich leicht
Best Halloween-Costume, ever
Mein Gehirn
Esprit-Schilder

2012
Riddersport
Happy V-Day
Strim wech
Düsseldorf
Fotobooth
Webung kann auch lustig sein
Ach halt die Fresse NEON
Mülltonnen-Fee
Held im Stripclub
Fotobooth 2
Ein Ziegelstein Tortellini
Streu-Zeit
Heldenburger
Der 15-Meter-Schal
Was im Auge

2013
Fernsehturm
Watt ’n Spass!!!
Star Trek 2 – Into Shitness
Jungesellinnen-Abschiede
Geldbeutel
Köln
Tipps für eine entspannte ICE-Fahrt
Harmonie-Blocker
Burger-Blog
13 lustige Phobien

2014
Die Folgen des Alters
Die Piepsau
Facebook-Kätze und Co.
Harte Zeiten
Die Kappe
Geiles Bike
Banenendieb
Stein des Anstosses
Pinkeln & Kübeln
Vegi-Maultaschen
Im Radio
Blink182-Konzert
Im Stadion
Altersvorsorge
Wizo-Konzert

2015
Zivilcourage

Einfach mal das Maul aufmachen… oder warum Zivilcourage nicht immer tragisch enden muss

Hört sich im ersten Moment nach einer So-oder-so-ähnlich-Geschichte an, hat sich aber wirklich so abgespielt.

Ich wollte gestern Nacht / heute Morgen mit der Bahn aus der Stadt nach Hause fahren. Komm also die Treppe runter, nächste Bahn in 10 Minuten. Super. Setz mich also hin, um auf die Bahn zu warten. Natürlich hab ich meine Kopfhörer zu Hause vergessen, also nix mit Musik hören. Mach die Augen zu, bissel dösen. Krieg dann irgendwann mit, wie die Mädels neben mir zu ’nem Typen sagen, er soll sich doch lieber mit mir, statt mit ihnen quatschen. Mach kurz die Augen auf, grins rüber und mach die Augen wieder zu.

Kurz darauf bekomm ich mit, wie sich der Kerl und ein anderer Typ gegenseitig anzicken, ich hab keeeeine Ahnung um was es geht (wussten die selber wahrscheinlich selber nicht, wahrscheinlich um die Mädels), aber der Ton wird zunehmend aggressiver. Sehr stressig. Ich mein dann nur, dass sie sich mal beruhigen sollen, dass es halb fünf in der Früh is und dass wir alle nur nach Hause wollen. Zeigt keine Wirkung. Die hatten sich mittlerweile so reingesteigert, dass keiner mehr nachgeben wollte. Würde man ja blöd dastehn, vor den Mädels, nä.
Worauf hin ich dann meine, sie sollen doch einfach ihre Schwänze rausholen und kucken, wer den größeren hat. Das klingt echt überhaupt nich nach mir, besonders weil ich kein Bock drauf hab, fremde Schwänze zu sehen.

Der Spruch bringt die beiden kurz aus dem Tritt, aber leider haben wir den Point-of-no-return schon überschritten und plötzlich fangen die an, sich gegenseitig zu treten. Ich hab echt keine Ahnung was ich mir gedacht habe, aber das nächste an was ich mich erinnere ist, dass ich dazwischen gehe, sie auseinander schucke und anfange sie anzuschreien. Was der Scheiß denn soll, dass man jeden verfickten Tag in der Zeitung liest, dass sich irgendwelche Trottel die Schädel eintreten und am nächsten Morgen nich mal mehr wissen, warum überhaupt.
Das hätte echt ins Auge gehen können, aber ich glaub die wollten sich gar nicht prügeln, die hatten nur ’nen Stupser gebraucht, damit keiner von beiden das Gesicht verliert. Irgendwie hab ich ihnen den Wind aus den Segeln genommen, zur Abwechslung meine Alpha-Männchen-Dominanz demonstriert und sonst irgend was, jedenfalls haben sich die beiden dann in unterschiedliche Richtungen getrollt. Einer der Menschen, welche die ganze Zeit drum rum standen hat mich dann noch gelobt und dann kam auch schon meine Bahn und ich konnte mich aus dem Staub machen, bevor es sich die Typen anders überlegen und mir doch noch eine zimmern.

Es muss also nicht immer so enden wie bei Tuğçe Albayrak oder Dominik Brunner. Natürlich muss man immer von Situation zu Situation abwägen, wie man sich verhält und vielleicht auch mal lieber die Polizei rufen als sich einzumischen und dann vielleicht selber noch eine drauf zu kriegen. Hätte mich wahrscheinlich auch rausgehalten, wenn es 20 Zwei-Meter-Schränke gewesen wären, aber die waren echt nur zwei halbe Portionen wie ich selbst, die nach ’ner Ausrede gesucht haben, sich nicht zu prügeln.